
2023 VW Crafter
Nein, bis zu 100.000 Fahrzeuge pro Jahr sind es dann doch nicht geworden im Werk in Wrzesnia (Polen), wie man sich 2016 vorgestellt hatte. Es waren letztlich bis Ende letzten Jahres immerhin
354.000.
Nach der Trennung von Mercedes war er ziemlich neu entwickelt worden. Jetzt hat er ein leichtes Facelift erhalten. Das bezieht sich eher auf das Cockpit als auf das Gesicht. Da muss man
schon sehr genau hinschauen.
Elektrotechnisch tut sich im Prinzip gar nichts. Noch nicht einmal von 48V-Technik ist die Rede, geschweige denn Hybridisierung oder EV-Variante. Dafür ist man stolz auf das neue
Armaturenbrett mit freistehendem Mittendisplay bis zu 12,9 Zoll.
Der Crafter kommt in den Genuss des neuen Modularen Infotainment Baukastens, vor kurzem erstmals im langen ID.Buzz vorgestellt. Zwei neue, permanent sichtbare
Touch-Leisten sollen jederzeit direkt verfügbar sein. Die wichtigsten Fahrzeugfunktionen sind unter einem neuen Car-Control-Button anwählbar.
Es geht also um eine Entwirrung der Bedienung. Zur Einschätzung ihrer Wichtigkeit haben die Buttons (Kacheln) auch noch unterschiedliche Größe. Die Touch-Slider für Temperaturen und
Audiolautstärke sind jetzt beleuchtet, wie versprochen. Das Lenkrad durfte seine Tasten behalten.
Der Boden ist für den eventuellen Gang nach hinten oder drehbare Sitze sehr frei geworden. Die Handbreme ist jetzt elektrisch und dort verschwunden. Ein eventueller Schaltknüppel ist
geblieben, war aber immer schon sehr stark ins Armaturenbrett integriert.
Im Fall der Wahl der neuen achtstufigen Automatik nähert man sich immer mehr der Bedienung bei den Elektroautos an. Dann enthält der Ort des Schalthebels ein Fach für Getränke. Digital
wird auch erstmals und serienmäßig das Display hinter dem Lenkrad.
Bei über 3,5 Tonnen gibt es ein Warnsystem vor Fußgänger/innen und Zweiradfahrer/innen, auch unmittelbar vor dem Fahrzeug wirksam. Aktives Bremsen und Lenken gehören ebenfalls zur
Serienausstattung. Manövrieren und Bremsen am Straßenrand gehören zu den Extras.