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Geschichte von Toyota 3



Lassen Sie uns über Konkurrenten reden. Der größte von ihnen ist zweifellos die Firma, heute Nissan, damals noch Nihon Sangyo. Sie baut selbst noch keine Fahrzeuge, hat sich aber durch eine Art Übernahme von Datsun auf den Markt der Kleinwagen begeben. Über Jahrzehnte werden die produzierten Autos unter diesem Namen verkauft werden.

Nennen wir die Firma jetzt schon Datsun und konstatieren wir ihre Möglichkeiten durch die Firma im Hintergrund. Diese existiert erst seit 1928 und tummelt sich schon erfolgreich im Geschäft mit Versicherungen, Bergbau und Fischerei. 1910 schon wird die noch viel größere Hitachi Group gegründet, mit der man eng verbunden ist und von der Sie bestimmt schon einmal gehört haben. Keine leichte Aufgabe, solch einen Konkurrenten zu haben.

Aber großes Kapital gibt keine Sicherheit, nicht doch Fehler zu machen. Während Toyota zwar abkupfert, aber dann doch alles selbst entwickelt und zur Produktreife bringt, versucht der Konkurrent es mit Hilfe Amerikaner. Keine schlechte Idee, erst Teile zuzuliefern und sich dann langsam an deren Standard anzupassen. Sie schlägt allerdings fehl, auch weil die Armee die Produktion der Ausländer so langsam abwürgen will.

Neben vielen Kleinbetrieben ist Toyota mit dem Lastwagenbau relativ allein, kann sich also nur selbst ein Bein stellen. Und das tut man dann auch. Die Produkte erreichen teilweise schon bei der Jungfernfahrt ihr Ziel nicht. Dabei sind sie im Stand eigentlich schön anzusehen (Bild oben). Auf funktionierende Zulieferer kann man sich allerdings auch nicht verlassen. Man errichtet sogar ein eigenes Stahlwerk.

Es kommt nicht von ungefähr, dass sich ein Unternehmer wie beispielsweise Lamborghini am Sportwagenbau eher ruiniert als bereichert hat. Und ob Bugatti die zweite Rettung innerhalb des V-Konzerns wohl überlebt? Und was wäre aus Ferrari ohne Fiat und Porsche ohne VW geworden? Von den vielen Herstellern kleinerer Wagen ganz zu schweigen. Es ist ruinös, in einen bestehenden Automarkt eindringen zu wollen. Wie viele Konkurse hat Aston Martin hinter sich und warum gibt es Bentley seit den 1930ern nicht mehr?

Man muss den Mut bewundern, sehr viel Geld nicht nur in die Entwicklung eines Fahrzeugs zu investieren, die entsprechende Fabrikation aufzubauen und für das Produkt noch nicht einmal die Produktionskosten verlangen zu können, weil die etablierte Konkurrenz sonst billiger wäre. Und wenn dann die anlaufende Produktion auch noch eventuell unglaublich viele Garantiefälle verursacht …

Aber eines hat man gelernt, was der Firma später zugutekommen wird, nämlich sich um seine Klientel zu kümmern. So z.B. mit dem Handel Kontakt halten, um Mängel möglichst rasch abstellen zu können. Übrigens wird aus den Anfangsschwierigkeiten die Idee einer möglichst mängelfreien Produktion erwachsen. Und noch andere Prinzipien, die z.B. der Rationalisierung dienen. Zum guten Schluss muss man sich auch noch um eine staatliche Zulassung als Automobilhersteller bemühen. Seitdem heißt die Firma 'Toyota', weil das japanische Zeichen dafür erheblich mehr Optimismus verheißt. 10/15








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