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  Infiniti - Geschichte



Die Marke wird 1989 hauptsächlich für US-amerikanische Kunden eingeführt. Der Name ist für europäische Ohren ungewohnt, deutet aber auf eine gewisse 'Unendlichkeit' hin. Die Autos sind eher Premium- Produkte, die sich von denen der Muttermarke Nissan deutlich abheben sollen. Andere Firmen, die bis dato noch nicht im oberen Preissegment vertreten sind, entwickeln zu der Zeit ebenfalls Modelle, deren Image auf viel verkaufte Modelle abstrahlen soll. Bestes Beispiel ist bei VW die Dualität zwischen Passat und Phaeton.

Der bekannteste Premium-Ableger ist wohl der von Toyota, der mit 'Lexus' wohl dem Luxus sehr nahe kommt. Honda geht 1986 voran mit dem 'Acura'. Infiniti-Produkte werden in Europa mit Sitz in der Schweiz erst seit 2008 angeboten. Gründe für dieses verstärkte Engagement der japanischen Firmen sind neben der Aussicht auf mehr Rendite auch gewisse, von USA geforderte Exportbeschränkungen bei den gewöhnlichen Fahrzeugen.

Ein erstes Modell ist beispielsweise der auf dem Nissan President basierende Q45 mit V8-Motor. Immerhin erspart man diesen Modellen die allzu große Ähnlichkeit zu bestehenden Modellen, wie dies beispielsweise in den Bezügen von Lexus auf Mercedes unverkennbar ist. Vielleicht ist das anfangs etwas seelenlose Aussehen auf den dafür empfänglicheren, amerikanischen Markt zurückzuführen.

Unverkennbar Nissan-ähnlich ist der M30, der dem Q45 als Coupe und Cabrio zur Seite steht. Er ist 'nur' mit dem von verschiedenen Nissan-Modellen her bekannten Dreiliter V6 lieferbar. Das Fehlen weiterer Optionen ist seiner Verbreitung in der gehobenen Fahrzeugklasse nicht gerade förderlich. Die ersten Modelle sind vielfach noch Ableitungen bekannter Nissan-Modelle, so der M30 vom Leopard, dessen größten Motor und fast den exakten Radstand er hat.

1991 folgt der vom Nissan Primera abgeleitete G20, natürlich wieder zum Kampfpreis mit viel Luxus schon in der Serienausstattung, das Rezept von Infiniti bis heute. Wie die Zahl hinter dem Buchstaben zeigt, greift man jetzt in auch in der Mittelklasse an, obwohl das Engagement in Amerika sich insgesamt z.B. gegenüber Lexus und Acura noch nicht zu rechnen scheint. Offensichtlich sind die großen Modelle zu unspektakulär und auch die ersten Versionen des G20 können nicht wirklich punkten.

Wodurch ändert sich dann eigentlich das Bild seit etwa der Jahrtausendwende? Vielleicht durch das frühe Erkennen des Trends zum kleineren SUV? Oder durch die Übernahme von Renault, die auch Infiniti einschließt? Eine gewisse Loslösung vom vermaledeiten Nissan-Image scheint ebenfalls geholfen zu haben. Infiniti-Fahrzeuge werden als sportlicher und im Bereich Allrad kompetenter angesehen. Hinzu kommt das mehrfach gute Abschneiden in US-Vergleichstests.

Nach Europa kommt Infiniti erst 2008 und dann noch schrittweise. Der FX von 2008 zielt auf die Geländewagen von BMW und Mercedes, die Touareg-Derivate des VW-Konzerns und Range Rover sowie Lexus. Dann nimmt man mit dem renovierten G-Modell auch die entsprechenden Limousinen ins Visier. Als vorläufig letztes Modell bringt man mit den EX37 den kleineren Bruder des FX auf den europäischen Markt. Die Zahl steht übrigens für den Hubraum des V6. Es dauert bis 2012, bis man bei uns einigermaßen flächendeckend vertreten ist.

Ab dem Modelljahr 2014 wird der Wirrwarr mit den Buchstaben in den Typenbezeichnungen beendet. Neue Modelle erhalten ein 'Q' für Limousinen und Cabrios und ein 'QX' für Crossovers bzw. SUV's. Die Zahl dahinter gibt dann noch immer den Hubraum an. Das erste solcherart umfirmierte Modell ist der G37, der zum Q50 wird, allerdings auch einige Änderungen erfährt, wie z.B. eine neuartige Lenkung. Ähnlich spektakulär wird die Lackierung des Mini-SUV EX vermarktet, die angeblich selbstheilend gegenüber kleineren Beschädigungen sein soll. 10/13

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