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Motortechnik 3



In diesem Kapitel geht es um den Reluktanzmotor, eigentlich schon sehr lange bekannt, aber wegen seines enorm viel größeren Wirkungsgrades vermutlich eine Technik mit Zukunft. Es gibt zwar schon Firmen wie Tesla, die ihre Motoren mit diesem Label bezeichnen, aber seien Sie kritisch.

Ein echter Reluktanzmotor enthält im Rotor nämlich weder einen Leiterkäfig noch Magnete. Denn als Reluktanz bezeichnet man die Fähigkeit, alles dafür zu tun, exakt an der nächstbesten Feldlinie ausgerichtet zu sein. Die Reluktanz hat zwar etwas mit Magnetismus zu tun, beruht aber eben nicht auf dem Ineinandergreifen zweier magnetischer Felder.

Erkennbar ist er von außen eigentlich nur an seinem Rotor, während der Stator dem des Synchron- oder Asynchronmotors ähnelt. Wir haben es also wieder mit dessen umlaufenden Magnetfeld zu tun, nur dass diesmal dessen Steuerung ein wenig anspruchsvoller ist. Bis vor kurzem gab es diesen Motortyp für schwere Lasten noch nicht.

Man benutzt zur Erklärung des Phänomens gerne die Kompassnadel, die sich ja auch immer am Verlauf des magnetischen Feldes auszurichten versucht. Die oben gezeigte Stellung ist also vergleichbar mit der durch die Kompassnadel angestrebte. Weicht die Drehung des Rotors auch nur ein wenig ab, entsteht eine Kraft zur Wiederherstellung der Situation oben.

Natürlich würden zu dem Rotor oben zwei Polpaare passen. Und diese Zahl ist für den Reluktanzmotor keineswegs bindend. Wichtig ist nur, wie beim Synchronmotor auch, eine gerade Anzahl von Polen. Was aber sofort auffällt ist die Ausrichtung der Anordnung der Transformatorbleche im Rotor auf das jeweilige Polpaar.

Die sind insgesamt im Rotor vergossen und folgen deutlich dem Verlauf der Feldlinien, wie sie vom Magnetfeld des jeweiligen Polpaares erzeugt werden. Irgendwie sind wir zum Synchronmotor zurückgekehrt, allerdings mit deutlich besserem Wirkungsgrad und kompletter Abschaltbarkeit. Geblieben ist die Synchronität zwischen Drehfeld im Stator und der Bewegung des Rotors.

Es ist sogar noch diffiziler, denn eigentlich kann ein Reluktanzmotor nicht von selbst anlaufen. Es bedarf also einer ausgefuchsten Steuerung des Umlaufs des Magnetfeldes zusammen mit einer Rückkopplung der jeweiligen Drehzahl des Rotors. Vielleicht liegt auch darin ein Grund für die lange währende Zurückhaltung höherer Leistungen bei diesem Motor.

Auch der Rotor stellt gewisse Anforderungen. So sollte der Rest der entscheidenden beiden Viertel gerade nicht so geformt sein, dass er versucht, den Feldlinien des jeweiligen Pols zu folgen, eigentlich den von der Reloktanzkraft zur Ausrichtung auf diese beiden ausgehenden Prozess möglichst wenig stören. Vermutlich liegt hier auch eine Grenze für die Anzahl der Felder im Rotor.

Deutsche Untertitel möglich . . .


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