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Bedienungsanleitung 3

Zweizonen-Klimaanlagen gibt es inzwischen schon massenhaft in der
Kompaktklasse. Es gibt für so eine Anlage in der Regel ein Steuergerät. Das hat z.B.
den großen Vorteil, man kann eventuelle Fehler und Messwerte auslesen. Vielleicht
ist sogar eine Stellglieddiagnose möglich. Der Benutzer merkt die Selbstständigkeit
der Anlage in erster Linie daran, dass nur die Temperatur einzustellen ist.
Man kann zwar die Gebläsedrehzahl verändern, aber eigentlich macht das die Anlage
selbst. Gut ist, wenn man wenigsten komplett ein- bzw. ausschalten kann. Viel
Selbstbestimmung gibt es bei Luftverteilung, allerdings meist nicht nach rechts und
links getrennt. Bei Umluftbetrieb ist eine Überwachung auf gewisse Schadstoffe in der
Luft von außen und die damit verbundene Umschaltung möglich.
| Klimaanlage - Zusatzfunktionen |
| Temperaturregelung r/l oder v/h |
| Luftmengen-Steuerung |
| Steuerung - Luftverteilung |
| Steuerung - Umluftzumischung |
| Ausnutzung - Restwärme |
| Einfluss auf Luftgüte, Beduftung |
Es ist wie im richtigen Leben, wenn man meint, man habe schon alles, kommt jemand
und bietet doch noch etwas an, wobei man bisweilen an dessen Sinn zweifeln kann.
Die Beurteilung, ob das bei der im Moment neusten S-Klasse auch der Fall ist, das
überlasse ich geflissentlich Ihnen.
Das Spiel mit den Düften hat im Kfz-Bereich schon eine gewisse Tradition. Aber was
macht Daimler daraus? Man will mit den Düften die 'sinnliche Wahrnehmung' steigern.
Mit dem Hinweis auf 'alle Hochkulturen' will man eine beinahe für jeden möglichen
Passagier eigene Duftumgebung schaffen.
Unangenehm wäre es deshalb, wenn der Duft sich für den nächsten Passagier halten
würde. Deshalb verspricht man bei Mercedes, dass der entsprechend sanft ausfällt
und nicht in Kleider oder Bezüge eindringt. Vier extra für den Hersteller entwickelte
unterschiedliche Parfüms werden in entsprechenden Behältnissen angeboten.
Da die neue S-Klasse die Aufgaben des eingestellten Maybachs mit übernehmen
muss, hat sie auch das Duftsystem aus dem Maybach Zeppelin übernommen und
weiter entwickelt. Nein, es gibt keinen Druckstoß aus einem Flakon von Zeit zu Zeit.
Dazu kommt es den Mercedes-Technikern viel zu sehr auf gleichmäßige Milde an.
Vielmehr passiert das an der Oberfläche der Parfüm-Lösung, was wir in diesem Buch
schon behandelt haben. Flüssige Duftmoleküle werden gasförmig und verlassen den
Molekülverband, andere kehren zurück. Das alles passiert, wenn man eine kleine
Menge vom Luftstrom abzweigt und dadurch zart parfümiert, wie stark, das kann man
fein dosiert wählen.
Und was gibt es an der Filterung von Frischluft noch zu verbessern? Da gibt es jetzt
zwei Filter, einer wie gewohnt am Eingang in das Klimagerät und den anderen fast an
dessen Ausgang. Beide arbeiten auf der Basis von Aktivkohle. Folgerichtig heißt der
zweite Innenraumfilter. Er filtert wohl Schad- und Geruchsstoffe heraus, die im
Klimagerät entstehen können.
Bevor die Luft endgültig den Innenraum betritt, muss sie noch an einem Ionisator
vorbei. Dort werden 'Viren, Bakterien und Sporen' herausgefischt. Negativ geladene
Sauerstoffionen sorgen zusätzlich für noch mehr Frische.
Über die Sitzheizung besonders in Fahrzeugen aus dem hohen Norden haben wir
ebenfalls schon gesprochen. Dort war an sich schon aller mögliche Wählkomfort
vorhanden. Wer es aber dennoch bis jetzt vermisst hat, kann bei Mercedes die
Beheizung der Armlehnen hinzuwählen.
Im Ernst, das beheizte Lenkrad war gestern, die Sitzheizung hinten vielleicht auch
und mit der elektrischen Heizung in Seiten- und Mittelarmlehnen werden die
Innovationen wohl langsam zu einem Ende kommen. Angeblich stammt die
Grundidee von den Elektrofahrzeigen, dass man den Innenraum über diese, schon
vorher wahrnehmbare Wärme beheizt.
Zusammen mit der separaten Bedienung ist dort auch noch eine komplette Heizung
mit Luftkanälen zu beiden Seiten und insgesamt vier Schrittmotoren bestellbar.
Überhaupt verändert man auch und gerade vorn nur eher selten die Stellung einzelner
Luftdüsen, sondern entscheidet sich zwischen komplett durchkomponierten
Szenarien mit eher geringer zugfreier, etwas stärker entfrostender oder besonders
starker Intensität.
Dabei sind die Luftdüsen auch häufig Träger der Sensorik, nicht nur der
Austrittstemperatur, sondern auch der Wählradstellung. Sonneneinstrahlung und
Luftfeuchte werden gemessen. Auch das Dach muss noch Bedieneinheiten
aufnehmen. Z.T. wird sogar eine GPS-Berechnung zum vorbeugenden Schutz vor
Sonneneinstrahlung herangezogen.
Nicht nur können sich die Temperaturen links und rechts, oben und unten
unterscheiden, sondern auch die Stärke der Belüftung. Neben dem serienmäßig
dämmenden Grünglas gibt es als Sonderausstattung rundum Verbundglas, das noch
besser vor Außenwärme oder -kälte und Lärm schützt. Und natürlich ist das alles
vorkonditionierbar, aber darüber haben wir schon berichtet.
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