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 Front-/Heckantrieb



Statt Heckantrieb wird eher der Begriff 'Hinterradantrieb' verwendet, der Ersterer eigentlich die Nähe des Motors zum Heck voraussetzt. Egal wie die Benennung ist, von außen können Sie beides eh' kaum unterscheiden.


Doch, es gibt eine Möglichkeit, nämlich wenn die Räder hinten breiter sind als vorn. Dann handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Hinterrad- oder Heckantrieb.


Und auf der Hebebühne? Na, das ist ganz einfach, weil man nur an den Rädern nach Antriebswellen suchen muss. Die sind jeweils so gut zu erkennen, dass selbst eine komplette Verkleidung wegen des Einfederns der Räder an dieser Stelle ausgespart sein muss.


Das Thema ist nicht mehr ganz so heiß umkämpft wie früher, obwohl es auch bei den E-Autos diese Unterschiede noch gibt. Früher war das oft eine Glaubensfrage und bestimmte Fahrer/innen hingen daran fast noch mehr als an der jeweiligen Marke.


Dabei sind die physikalischen Effekte ganz einfach zu erklären. Auch Durchschnittsfahrer/innen könnten im direkten Vergleich erkennen, dass ein nur heckgetriebenes Fahrzeug vielleicht einen kleineren Wendekreis hat. Damit wird auch bei E-Autos geworben.


Ansonsten besteht für diese Klientel kaum eine Chance. Und seit die Elektronik durchdrehenden Räder unterdrückt, hilft auch keine Herbeiführung eines Blitzstarts. Auch das angebliche Spüren der Antriebskräfte in der Lenkung entpuppt sich oft genug als Mär.


Am ehesten könnte man in schneereichen Gebieten Unterschiede festmachen, denn mit zunehmender Steigung wird die Hinterachse be- und die Vorderachse entlastet. Bei einer solchen müsste sich also der Hinterradantrieb am Ende eher durchsetzen.


Natürlich könnte dann der Motor hinten hilfreich sein, aber den sucht man dort außer bei besonders sportlichen Autos vergebens. Durchgesetzt bis mindestens weit in die Mittelkasse hat sich der Frontantrieb. Rein theoretisch wäre er auch für Hinterbänkler am fehlenden Kardantunnel im Boden erkennbar.


Früher sagte man dem Fronttriebler eine gewisse Neigung zum Unter- und dem Hinterradantrieb zum Übersteuern nach, wobei das viel besser noch beim Heckantrieb zu studieren war. Aber moderne Fahrwerkstechnik hat das weitestgehend hinweggebügelt.


Das geht heute nach dem Motto: 'Was hätten Sie denn gerne?' Ist ein Golf GTI, bekanntlich immer mit Frontantrieb, wirklich weniger sportlich als ein entsprechend motorisierter BMW? Und selbst diese Firma hat, nach heftigen Geburtswehen, Fronttriebler in ihrem Programm.


Klar, bei einem reinrassigen Rennwagen würde man immer einen Hinterradantrieb vorsehen.







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