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 Injektor - Reparatur



Die Preise für Injektoren waren anfangs ein Schock für Kunden, deren Autos aus der Garantie gefallen waren. Da ist selbst der Kulanzanteil noch heftig. Vermutlich ist das der Grund, warum man sich z.B. bei Continental und Bosch damals ernsthaft mit günstigen Reparaturmethoden beschäftigte.

Das führte dann auch bald zu spezialisierten Bosch-Diensten, die Teile offenbar so günstig bei Bosch einkaufen konnten, dass die Reparatur nur noch einen Bruchteil des Neupreises ausmachte. Neuerdings ist dieser Service allerdings wieder teurer geworden und die Neupreise sind gefallen.

Vermutlich lohnt es sich aber immer noch, wieder aufbereitete Injektoren zum halben Preis einbauen zu lassen. Kritisch wird es erst bei der Frage, ob man alle oder nur den defekten austauschen lassen soll. Da spielen Laufleistung und Preis für den Austausch eine wichtige Rolle, denn eine technische Notwendigkeit zum Komplettaustausch besteht eigentlich nicht.


Man erhält also nach Bestellung und Bezahlung einschließlich Pfand sehr zügig einen instandgesetzten Injektor. Theoretisch gäbe es auch die Möglichkeit, den eigenen repariert zu bekommen. Wir haben das probiert, die Bereitschaft schien vorhanden, aber leider war die Elektronik zu Schaden gekommen, was nach Ansicht der Werkstatt eine Instandsetzung ausschloss.

Lassen Sie sich allerdings nicht bieten, dass man ihnen dann auch noch das Pfand nicht zurückzahlt, solange nicht in dem Angebot ein eindeutiger Hinweis dazu steht. Sie merken schon, in jedem Fall wird der eingeschickte Injektor kontrolliert. Er darf in der Regel auch durch leichte Gewaltanwendung beim Ausbau ein wenig verschrammt sein.

Zu viel des Guten und auch mit Nacharbeit Behebbares sollte man allerdings den Instandsetzern nicht zumuten, so trifft Sie obige Sanktion doch noch. Aber mit modernen Reinigungstechniken sieht fast jeder Injektor anschließend wieder zwar keineswegs wie neu, aber doch recht passabel und wiederverwendbar aus.

Natürlich ist diese Phase vor der Demontage eine wichtige, um sowohl elektrische als auch drucktechnische Prüfungen vorzunehmen. Da wir hier von dem wieder die Oberhand gewinnenden Injektor mit Magnetspule ausgehen, ist deren Funktion und Isolation natürlich besonders wichtig, wie schon bei der Entscheidung ob überhaupt weiter vorgegangen werden kann.

Das mechanisch bzw. hydraulisch bedeutsamste Bauteil sitzt allerdings auf der dem Magnetventil gegenüberliegenden Seite, die Mehrlochdüse. Eine Vorrichtung zum Einspannen des Injektors in den Schraubstock ist wegen dessen Empfindlichkeit auf zu viel Druck von außen immer ratsam. Es gibt auch solche, bei denen man den Injektor leicht drehen kann.

Zwar entnimmt man die Nadel der Lochdüse, aber nur, um z.B. den Sitz für die Abdichtung besser beurteilen zu können. Ein Einzeltausch ist nicht möglich, da mit unglaublicher Toleranz aufeinander abgestimmt. Also gibt es eigentlich nur die Möglichkeit des Komplettaustauschs, von der wir jetzt einmal ausgehen.

Spätestens ab hier werden spätere hochgenaue mechanische Einstellarbeiten mit Hilfe von Plättchen bei der Nadelhubbegrenzung fällig. Am besten werden die zu entnehmenden Kleinteile jetzt der Reihe nach auf einem sauberen Tuch oder sogar noch vertauschsicherer gelagert, falls sich der Zusammenbau noch etwas hinzieht.

Für die Kleinteile wie z.B. Federn ist auch die jeweils senkrechte Anordnung des Injektors wichtig, damit sie nicht unkontrolliert herausfallen. Drehen wir also jetzt um, demontieren den äußerlich angeschraubten Anschluss für die Einspritzleitung samt Filter und wenden uns dann dem ebenfalls wie auf der Unterseite abschraubbaren Magnetkopf zu.

Vorsichtig abheben, denn die auch hier vorhandene kleine Schraubenfeder kann sich natürlich leicht auf dem Werkstattboden verkrümeln. Die Feder unten spannt die Düsennadel vor, die oben das Magnetventil. Bevor man den Anker herausnehmen kann, muss noch die entsprechende Spannschraube gelöst werden.

Da kommt außer der vielleicht bisher benutzten Pinzette zum ersten Mal ein spezielles Werkzeug zur Anwendung. Von solchen werden noch mehr gebraucht, weil alle Teile des Magnetventils samt Kugel, deren Führung, eine Abdichtung gegen Hochdruck und der Ventilkolben raus müssen.

Da ist nicht mehr viel, also muss, falls bisher noch nicht gefunden, der hydraulische Fehler hier verborgen sein. Man kann auch quasi automatisch ersetzen, oder mit einer gewissen Erfahrung und z.B. Vergrößerung unter dem Mikroskop Fehlersuche betreiben.

Man kann auch dabei natürlich eine Menge falsch machen, aber für alle Empfänger/innen aufbereiteter Injektoren gilt die Tatsache, dass am Ende eine Prüfung auf einer entsprechenden Maschine steht, die sehr genau die Beziehung zwischen eingeleiteten Signalen und abgegebener Menge prüft.

Eigentlich müsste danach jeder Injektor einer der vier möglichen Toleranzgruppen zugeordnet werden, weil das Steuergerät anscheinend im Fahrbetrieb nicht jede Abweichung schnell genug korrigieren kann. Es war ein Injektor dabei, da war kein Code für die Toleranz drauf. Er konnte also im Steuergerät nicht sinnvoll verändert werden.

Auch das Spritzbild kann so kontrolliert werden und da es ja im Grunde nur zwei bewegliche Teile gibt, sollte also für ein sorgenfreies Teilleben gesorgt sein. Wir haben bisher gute Erfahrungen mit solcherart aufbereiteten Injektoren gemacht. Nur einer war dabei, der hat den etwas rüderen Aus- und Wiedereinbau nicht gut vertragen.

Deutsche Untertitel möglich . . .








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