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Formelsammlung
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 F7 F9




 Deutz 3



kfz-tech.de/PDM75

Dieser Motor ahmt 1875 den sogenannten Joule- oder Brayton-Prozess nach, der aus einer Kompression mit möglichst wenig Wärmeabgabe, einer Einspritzung in die verdichtete Luft, einer Abgabe der Arbeit an eine Turbine und einer Kühlung wiederum mit so wenig Druckänderung wie möglich besteht. Er gilt als Vorläufer des Dieselmotors.


kfz-tech.de/PDM76

Der erste eigene Dieselmotor von Deutz zeichnet sich dadurch aus, dass er offensichtlich keinen Kreuzkopf mehr braucht. Dieser kompliziert den Kurbeltrieb eines Hubkolbenmotors dadurch, dass er unter dem Kolben die von ihm kommende Kraft gerade auffängt und erst dann an ein Pleuel weitergibt.

So entsteht am Kolben weniger Druck auf die Wandung, Man hat ihn bei den ersten Dieselmotoren für notwendig gehalten. Der Einzylinder leistet bei 10,4 Liter Hubraum 7,4 kW (10 PS) bei 220/min. Der Kraftstoff wird mit Druckluft eingeblasen. Der Motor wiegt 2.500 kg.

Die Einspritzung mittels Druckluft bleibt erhalten, die Direkteinspritzung setzt sich nicht durch. Aber die Motoren wachsen gewaltig. Im Museum gibt es das Modell eines Dreizylinders, der bei 110 Liter pro Zylinder insgesamt 239 kW (325 PS) leistet.


kfz-tech.de/PDM77

1930 heißt die Deutz AG 'Humboldt-Deutzmotoren AG und produziert diesen Reihen-Sechszylinder mit Vorkammer und Einspritzpumpe. Jeweils 1,9 Liter pro Zylinder sorgen für bis zu 81 kW (110 PS) bei 1.500/min. Das Gewicht des Motors: 1.030 kg.


kfz-tech.de/PDM78

Und das ist der passende Zylinderkopf zu dem Motor von 1930. Die Einspritzung erfolgt über ein Ventil mit Flachsitznadel in eine vom Hauptbrennraum abgetrennte Vorkammer, die außerdem noch eine Glühkerze zur Starthilfe enthält.


kfz-tech.de/PDM79

1942 war die Schnürle-Umkehrspülung schon seit gut 10 Jahren erfunden. Sie bewirkt eine bessere Trennung von Frisch- und Altgas, hier in einem Motor mit 44 kW (60 PS) bei 500/min der Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Es ist die Zeit, da sich das Zweitaktverfahren zur Erzielung eines besseren Leistungsgewicht auch bei den kleineren Dieselmotoren ausbreitet.


kfz-tech.de/PDM80

Das ist ein Modell des Schiffsantriebs des Forschungseisbrechers Polarstern von 1980. Sie wird vom Alfred-Wegener-Institut als ihr 'Flagschiff' bezeichnet. Ursprünglich hat der Motor 16 Zylinder mit je 43 Liter Hubraum und 7.400 kW (10.000 PS) bei 600/min. Inzwischen ist der Antrieb von KHD auf vier Motoren mit fast der doppelten Leistung angestiegen.


kfz-tech.de/PDM81

Zu diesem Motor haben wir keine Leistungsangabe. Er dürfte aber wesentlich moderner sein. Es sind sechs Zylinder in Reihe zusammen mit einer Steuerung der beiden Ventile pro Zylinder mit seitlich untenliegender Nockenwelle zu sehen. Rechts scheint es eine Aufladung zu geben.


kfz-tech.de/PDM82

Der Zweitakter ist gegangen und etwas später gesellt sich der Turbolader zum Fahrzeug-Dieselmotor und bleibt bis heute. Dieser hier scheint mit seiner Größe noch etwas deplatziert.


kfz-tech.de/PDM83

Der Motor scheint mit so einem großen Turbolader etwas anfangen zu können, aber der hat 12 Zylinder mit jeweils 2,3 Liter Hubraum. Das ergibt dann 412 kW (560 PS) bei 1500/min. Sie konnten ihn 1959 auch mit 3, 4, 6. 8 und 16 Zylindern und als Saugmotor haben.


kfz-tech.de/PDM84

Den Motor gibt es auch als Landtechnik- und Baumaschinen-Motor. Er ist erhältlich in vielen Variationen von drei bis zu sechs Zylindern in Reihe als Saugmotor, von vier bis sechs Zylinder mit Turboaufladung, Letzteren auch ladeluftgekühlt, aber immer luftgekühlt.

Er wurde ab 1984 produziert und hat hier sechs Zylinder, 6,1 Liter Hubraum und leistet 118 kW (160 PS) bei 2500/min. Sein Gewicht beträgt 485 kg. Der Kraftstoff wird durch eine Reiheneinspritzpumpe mit mechanischem Fliehkraftregler zugeteilt.


kfz-tech.de/PDM85

Wir sind jetzt mit einem Motor von 1994 der Jetztzeit schon ein ganzes Stück nähergekommen, obwohl der V8 sich gerade aus den letzten Straßen-Lkws zu entfernen scheint. Der hier ist immerhin schon flüssigkeitsgekühlt, hat 15,8 Liter Hubraum und leistet 400 kW (540 PS) bei 2.100/min. Sein Gewicht: 1060 kg.


kfz-tech.de/PDM86

Das ist eine Teilansicht des letzten, in Köln gebauten, luftgekühlten Dieselmotors. Seine Produktion wurde im Dezember 2006 nach Ulm verlagert. Sechs Zylinder bringen bei 6,5 Liter Hubraum 136 kW (185 PS). Der Motor wiegt 510 kg.


kfz-tech.de/PDM87

Hätten Sie gewusst, dass der Hilfsantrieb mit 1.220 kW (1.660 PS) und der Bordaggregateantrieb mit 3 x 333 kW (453 PS) von der Gorch Fock, dem Segelschulschiff der Deutschen Marine, bei Deutz gebaut wurde?

Viel los im Bereich der Ottomotoren . . .


kfz-tech.de/YDM47







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