Deutz 2

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Vielleicht ist das gar nicht so bekannt, dass die Deutz AG eines der vollständigsten Museen zur Geschichte des Verbrennungsmotors besitzt, genannt 'Technikum' und nur für Gruppen von 8 - 20 Personen nach
Voranmeldung kostenlos zugänglich.

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Was sind denn nun für Deutz typische Entwicklungen? Sehr früh, nämlich schon 1921, die Direkteinspritzung, die ja nun bekanntermaßen besondere Anforderungen an die Hydraulik stellt. Rudolf Diesel hat
zwar auch schon mit der Direkteinspritzung geliebäugelt, musste sich aber noch mit Lufteinblasung von Kraftstoff begnügen.

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Deutz gibt für diesen ersten Motor einen Verbrauch von 168 Gramm je PS und Stunde an. Wenn Sie also damals schon mit 18 kW (25 Teillast-PS), wenig Gewicht und 100 km/h hätten fahren können, wären
Sie auf 4 L/100km gekommen. Natürlich war der Motor von Deutz bedeutend größer, aber die enorme Sparsamkeit des Dieselmotors trat schon zutage.

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Die größten von ihnen hatten 294 kW (400 PS) und der Direkteinspritzer setzt sich auch nicht durch. Auch das Thema Abgasqualität spielt noch keine große Rolle. Für lange Zeit wird also der Vorkammermotor
das Geschehen bestimmen, viel später zunächst im Lkw und noch viel später im Pkw reüssieren.

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Er läuft halt weicher und schafft wesentlich höhere Drehzahlen, nicht unbedingt wegen einer besonderen Sportlichkeit, sondern einem im wahrsten Sinne des Wortes erträglichen Leistungsgewicht. Da geht es
um den Einsatz in der Landwirtschaft zur Unterstützung der harten Arbeitsbedingungen.

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Seilwinden sollen als erstes gefertigt worden sein, von 1926 die ersten Dieselschlepper mit immerhin 10 kW (14 PS). Nun ist Deutz ein Stadtteil von Köln und natürlich weist man darauf hin, dass die Schlepper
so langsam die Pferde im Rosenmontagszug ersetzen.

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Die Lastwagen aus Ulm haben wir schon erwähnt, meist bekannt als Rund- und Eckhauber genannt, leicht zu erkennen und vor allem zu hören am luftgekühlten Dieselmotor, jedenfalls so lange, bis die Sparte in
den 70ern an Iveco überging. Vielleicht haben die 10.000 ab 1974 in die Sowjetunion gelieferten Fahrzeuge etwas mit dieser Kühlungsart zu tun.

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Natürlich darf man die Sparten Feuerwehr und Omnibus nicht unerwähnt lassen. Aber wir hier versuchen schon seit einigen Abschnitten, ihnen das Thema Lokomotiven von Deutz näher zu bringen. Die ersten
Motoren dafür werden schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts geliefert.

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Zusätzlich ist man mit Feldbahnlokomotiven an der Aufrüstung zum Ersten Weltkrieg beteiligt. 1953 werden die Vereinigten Westdeutschen Waggon-Fabriken eingegliedert, wodurch nun auch Großdiesel-
Lokomotiven gefertigt werden können. Aber das ist nur bis 1970 der Fall.

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Ein seltenes Andenken kommt von der Modellbaufirma ESU, die ein Programm mit der Diesellok Deutz KG 230B für verschiedene Bauformen und Länder aufgelegt haben. Luftgekühlter V12-Vielstoffmotor, 19 Liter, ca.
170
kW (230 PS) bei 2000/min, Voith-Turbo-Getriebe, Knorr-Druckluftbremse, max. 34 km/h, Länge ca. 8 Meter, Dienstgewicht 38 Tonnen.

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