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Auto-Waschanlage 3



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Wussten Sie, dass bei einer automatischen Wagenwäsche mehrere Hundert Liter Wasser durchrauschen, auch bei einem Pkw? Können Sie sich vorstellen, was daraus für Wasser- und besonders für Abwasserkosten für den Betreiber entstehen? Wenn ein Kubikmeter heute schon deutlich mehr als 5 Euro kostet, sind dann u.U. schon bis zu 30 Euro und mehr pro Stunde fällig.

Völlig klar, dass hier ein Waschwasser-Kreislauf hohen Nutzen bringt. Natürlich ist dieser auch aus ökologischen Gründen sinnvoll. Allerdings muss man zwischen den Waschplätzen unterscheiden. Anscheinend wird nämlich bei Selbstbedienung weniger Wasser als bei einer automatischen Waschanlage verbraucht, so dass hier die Wasseraufbereitung offensichtlich zu teuer wäre. Wollen Sie also etwas für die Umwelt tun, lassen Sie ihr Auto automatisch waschen.

Da es in diesem Artikel um Wiederaufbereitung und nicht um Ölabscheidung geht, verfolgen wir jetzt den Werdegang des Abwassers aus der SB-Anlage nicht weiter. Es geht im Folgenden nur noch um automatische Waschanlagen für Pkw, Lkw und, wenn Sie wollen, auch Züge. Jetzt wird es langsam Zeit, Ihnen die drei Stufen der Aufbereitung zu erläutern.

Hier haben wir uns, genau wie bei der Ölabscheidung, zunächst um den Schlammfang als Teil der 'Grobstofftrennung' zu kümmern. Das ist ein genügend großes Betonbecken, in dem das Abwasser der Waschanlage eine Zeitlang ruht. Alles Grobe setzt sich dabei unten ab. Es folgt die sogenannte 'Wasserbelebung', bei der ausreichende Anreicherung mit Druckluft für genügend Sauerstoff sorgt, damit die Mikroben ihre Arbeit des biologischen Abbaus besser tun können. Den Abschluss bildet der physikalische Prozess der Abtrennung von Feinstoffen, soweit nicht schon in Stufe 1 geschehen. Danach kann das Wasser zwar nicht getrunken, aber für einen erneuten Waschgang genutzt werden. Die Hersteller garantieren sogar weitestgehende Geruchsfreiheit.

Ganz wichtig ist die Dimensionierung der Anlage. Bis 3.000 Liter pro Stunde findet in einer solche Anlage als Teil eines Nebenraums Platz. Bei hintereinander nutzbaren Pkw-Waschstraßen werden dann schon bis zu 50.000 Liter pro Stunde gebraucht. Wer den dazu benötigten Raum von bis zu 40 m² oberirdisch nicht zur Verfügung hat, muss die Anlage von Betonbecken umgeben in die Erde stellen, wobei die Stufen 2 und 3 eher zu einer zusammengefasst werden.

Wobei wir doch wieder beim Ölabscheider gelandet wären, weil der nämlich direkt daneben Platz hätte. Natürlich spielt im Zusammenhang mit der Wasseraufbereitung die Chemie eine Rolle, die in den Kreislauf eingeführt wird. Als besonderes Beispiel sei hier die bei Zug-Außenreinigung nötige Beseitigung von Graffitis erwähnt.

Jetzt könnte man meinen, das System sei ausreichend erklärt. Aber der Teufel liegt im Detail. Und zwar dort, wo man es eigentlich nicht erwartet. Wer würde schon einen Unterschied zwischen zwei runden und einem ovalen Becken zum Schlammfang machen? Und doch sollte man aus zwei mit gleichem Durchmesser ein ovales machen. Der Erdaushub ist schließlich der gleiche und die wirksame Oberfläche fast verdoppelt.

Immerhin wirkt das Verweilen in einem Becken auf die Partikel im Abwasser beruhigend, der Wechsel von einem zum anderen das Gegenteil. Um aber eventuell auch kleine Teile zum Absinken auf den Grund zu veranlassen, ist eine längere Beruhigungsphase hilfreich. Das bedeutet bei gleichem Durchsatz ein längeres Verweilen und damit eine größere Reinigungswirkung. 09/12








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