Launch Control
Eine feine Sache, so eine optimale Beschleunigung, man muss im Prinzip nur drauftreten. Vielleicht mit Blick auf den Verschleiß nicht allzu oft auszuführen. Meist schaut man dabei vermehrt auf das Anfahrverhalten.
Von der Software ist offensichtlich das Gasgeben mit der Vermeidung von allzu viel Schlupf an den Rädern optimiert.
Wir aber wollen hier der Frage nachgehen, wie denn die dazu passenden Schaltpunkte aussehen müssten, und zwar sowohl für Benzin- als auch für Dieselmotoren. Klar muss sein, es geht um die
Anpassung an die Leistungskurve im Verhältnis zu den Übersetzungen des niedrigeren zum höheren Gang.
Die Leistung ist entscheidend und ausdrücklich nicht das Drehmoment, weil in die Leistung nicht nur das Drehmoment, sondern auch der für die Beschleunigung so wichtige Zeitfaktor in Form der
Drehzahl eingerechnet ist. Drehmoment hat z.B. ein E-Motor am meisten im Stand. Kraft allein hilft wenig, Kraft pro Zeit ist wesentlich.
Zugegeben, es ist ein älterer Gebrauchsmotor, der hier dargestellt wird mit nur fünf Gängen, um die Sache einigermaßen übersichtlich zu halten. Das aber ändert nichts am Prinzip. Sie müssten ja ohnehin die Werte
Ihres Fahrzeugs nehmen, um die idealen Schaltpunkte zu finden. Dann gibt es auch für einen Diesel keinen Unterschied in der Vorgehensweise:
| Geschaltet wird von . . . |
| a) 6000 im dritten nach 4700/min im vierten Gang |
| b) 5500 im dritten nach 4300/min im vierten Gang |
| c) 5000 im dritten nach 3900/min im vierten Gang |
Natürlich wären auch Werte dazwischen möglich, aber dann ist das Beispiel nicht mehr so anschaulich. Denn hier sollte klar sein, dass in diesem Fall die Lösung b) die richtige ist, weil hier die Leistung
am besten in den nächsten Gang hinübergerettet wird. Es gibt also keine Faustregel, z.B. immer erst bei Höchstdrehzahl zu schalten.
Übrigens müsste man das eigentlich für jeden Gangsprung einzeln bestimmen, denn gewiss ist die Situation nach dem obigen Diagramm vom vierten zum fünften Gang wegen des geringeren Abstands
eine andere. Wir können aber davon ausgehen, dass die aufgezeigten Überlegungen bei der Installation des Launch Controls in einem sportlichen Auto gewiss eine Rolle spielen.
Jetzt nehmen wir einmal eine Leistungscharakteristik an, wie sie in diesem Diagramm vorherrscht, also eine Abregelung des Ladedrucks über ein Drehzahlband von 1200/min. Wie man dann die ideale Übersetzung
gestalten könnte, sehen Sie im nächsten Bild.
Man braucht allerdings zehn, automatisch zu schaltende und auf maximale Beschleunigung und nicht auf Schongang ausgelegte Gänge. Dann hätte man, die oben eingezeichneten Schaltpunkte vorausgestzt, das
Ideal erreicht, dass die Leistung optimal in Beschleunigung umgesetzt würde. Übrigens würde auch hier jeweils 300/min vor der Höchstdrehzahl geschaltet. 03/17
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