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Allradantrieb 1




Aufgabe

Der Vierradantrieb soll die Anzahl der Antriebsräder und damit die Bodenhaftung erhöhen, um entweder übergroßen Schlupf zu vermeiden oder die Antriebskraft auf alle Räder zu verteilen und die Fahreigenschaften auf der normalen Fahrbahn zu verbessern. Dazu braucht allerdings ein einfacher Allrad bis zu drei Sperr- oder Torsendifferenziale, davon kann dann eines eine Viskokupplung sein.

Funktion

Grundsätzlich steht beim Allradantrieb das gesamte Drehmoment an der Abtriebsseite des Getriebes zur Verfügung. Von hier wird es auf beide Achsen verteilt.

Frontantrieb/Frontmotor -> Allradantrieb
Hinterradantrieb/Heckmotor -> Allradantrieb

Permanenter Allradantrieb:
Die Räder sind dauernd kraftschlüssig mit dem Antrieb verbunden. Das Drehmoment wird bei permanent zugeschalteter Hinterachse und längs liegendem Antrieb über ein (Sperr-)Differenzial durch die hohle Getriebeabtriebswelle nach vorne übertragen. Die vorher nicht angetriebene Achse ist über eine Kardanwelle mit dem (Sperr-)Differenzial verbunden. Bei permanent zugeschalteter Vorderachse muss man den kompletten Antrieb ausgehend vom Getriebeausgang umgehen. Diese Methode wird auch bei längsliegendem Frontantrieb bei Fahrzeugen mit Vollautomatik angewandt. Bei Front-/Heckantrieb ist der Umstellungsaufwand für den Hersteller meist geringer als bei Standardantrieb.

Automatisch zuschaltender Allradantrieb:
Am Getriebeausgang wird meist über eine Viskokupplung die vorher nicht angetriebene Achse angeschlossen. Bei quer liegendem Motor ist dazu ein Kegelradantrieb erforderlich.

Standardantrieb -> Allradantrieb

Zusätzlich zur Kardanwelle nach hinten wird am Getriebe vorbei die Vorderachse angetrieben.

Bei zuschaltbarem Allradantrieb ist am Getriebeausgang kein Ausgleichsgetriebe nötig, da er nur bei ausreichendem Schlupf der Antriebsräder eingeschaltet wird. Ist der Antrieb ständig mit allen Rädern verbunden, so spricht man von einem permanenten Allradantrieb. Dieser muss dann mit einem Ausgleichsgetriebe, einer Viskokupplung, einem Torsen-Differenzial oder einer Haldex-Kupplung kombiniert werden.

Nachteil

Wie viele Allradantriebe lebte auch der automatisch zuschaltende Allradantrieb nicht immer im Frieden mit der ABS-Regelung. Der nicht vollkommen entkoppelte Antrieb von Vorder- und Hinterachse störte bisweilen den beim Lösen der Bremse nötigen, freien Lauf der Räder. Abhilfe konnte hier z.B. die Haldex-Kupplung schaffen. Der Aufwand an elektronischer Regelung ist allerdings - wieder einmal - gestiegen.

Wichtig

Ohne Sperrung des Ausgleichs ist der Allradantrieb schon bei einem durchdrehenden Rad wirkungslos.

Nicht so wichtig

Wussten Sie schon, dass es auch Fahrräder mit Allradantrieb gegeben hat? Neben dem normalen Antrieb zur Hinterachse konnte die Vorderachse über eine Handkurbel angetrieben werden.








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