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F7 F9 





1965 Renault 16



Europäisches Auto des Jahres 1966

Man sieht ihm die revolutionäre Technik von außen nicht an. Seine Neuerungen haben sich teilweise in der gesamten Kfz-Technik durchgesetzt. So ist er (außer dem Austin Maxi) das erste Fahrzeug der Mittelklasse mit großer Heckklappe. Zu der Zeit haben fast alle seine Konkurrenten ein konventionelles Stufenheck mit Kofferraum. Er hat dazu beigetragen, dass es den großen, variablen, leicht zugänglichen Raum heute sogar in der Oberklasse gibt.

Unter dem Blech steckt eine Art Mittelmotor-Konstruktion. Schauen Sie sich den Motor genau an. Ungewöhnlich ist der Riementrieb über dem Schwungrad, das man normalerweise an der anderen Seite vermuten würde. Gezeigt wird aber bei diesem Motor die Vorderseite, d.h. er schiebt den Achsantrieb und noch weiter vorn das Getriebe vor sich her. So liegt der Motor praktisch hinter der Vorderachse, weshalb die Riementriebe auf die Schwungradseite wandern mussten. Sonst könnte man sie nicht montieren. Welche Möglichkeiten, wenn man diese Bauart mit den heute üblichen, flachen Motorhauben kombinieren würde, damals immerhin Platz für das Reserverad.

TS: Rund- statt Bandinstrumente (Bild 5), Fenster und Dach elektrisch.

Manche Details an diesem Auto sind etwas anders, ohne wirklich viel mehr Geld zu kosten. So hat der Motor zwar genau wie die allermeisten seiner Zeitgenossen eine OHV- Nockenwellen-Anordnung. Um aber die Massen des Ventiltriebs zu reduzieren, wurde die Nockenwelle so hoch wie möglich im Zylinderblock angeordnet. Das Kühlsystem glänzt mit einem Ausgleichsbehälter aus Glas und befreit damit trotz Überdruckregelung vom Nachfüllen. Hinzu kommt ein elektrischer Ventilator am Kühler. Teurer ist wohl auch der Motorblock aus Aluminium, das erst Jahrzehnte später im allgemeinen Motorenbau übernommen wird. Typisch für den Motorlauf ist der helle Klang. Ein weiterer Vorteil neben der Gewichtsersparnis sind auswechselbare, nasse Laufbuchsen.

Produktion: 1,85 Mio. Nur Motorleistung und Zahl Getriebe geändert.

Nachteile? Eigentlich nicht, jedenfalls nicht beim Fahren. Als Mittelmotor mit Einzelradaufhängung kann er sich sogar ein recht komfortables Fahrwerk gönnen. Dies wird in etwa auch für die sportlichen Varianten beibehalten. Hierzu passen sehr gut gepolsterte Sitze, das wirklich bemerkenswerte Heizungs- und Belüftungssystem und ein erträgliches Innengeräusch. Insgesamt kann man der Mechanik ein gutes Zeugnis ausstellen. Wirklich keine Nachteile? Doch, einen wesentlichen, vielleicht sogar einen entscheidenden. Der Rost hat die vielen schönen Exemplare dahingerafft.

Hinterachse ähnlich R4, R5, R6

Schade, dass er in der Verarbeitung z.T. mit deutschen Konkurrenten aus jener Zeit nicht ganz mithalten kann, was wohl überhaupt nicht für sein Aussehen gilt. Eine Besonderheit haben wir noch nicht erwähnt, die 60 mm Unterschied im Radstand links und rechts. Aber hätten Sie gedacht, dass sogar die bis zum Radausschnitt reichenden Ecken der hinteren Stoßstange die gleichen Längenunterschiede aufweisen? 02/15

Durch gescheite Klapp-Technik bei den Sitzen schnell eine Liegefläche









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