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2017 Carlos Ghosn


Die freundschaftliche Hand von Daimler-Chef Zetsche auf der Schulter von Carlos Ghosn (das 's' wird nicht gesprochen) bedeutet wohl keine Unterschätzung desselben. Sollte es auch nicht, denn Ghosn kommt gewiss für eine Ehrung als Manager in Frage. Enorm, was der Mann bewirkt hat, seit 1996 Manager bei Renault, seit 2001 Vorstandsvorsitzender und Sanierer von Nissan und ab 2005 auch Chef von Renault.

Der 'Weltbürger' Ghosn ist kaum zuzuordnen, geboren 1954 als Kind libanesischer Eltern in Brasilien, ausgebildet an Frankreichs Elite-Universität, spricht bis zu sieben Sprachen mehr oder weniger gut, Englisch jedenfalls für einen Franzosen akzentfrei. Und seit Ende 2016 ist er auch noch Vorstandschef bei Mitsubishi.

Nein, zu den ganz Großen mit ca. 10 Mio. Fahrzeugen pro Jahr gehört Renault trotz dreier (plus Dacia vierer) Firmen noch nicht. Aber, wie das Foto oben beweist, arbeitet man mit Daimler zusammen. Wer kann schon von sich behaupten, Daimler mit Motoren und kompletten Fahrzeugreihen zu beliefern.

Renault scheint als einziger Hersteller das Mittel gegen ein weiteres Vordringen von Hyundai zu haben, gute Qualität zu günstigen Preisen. Man beweist das inzwischen auf dem indischen Markt und in Europa mit Dacia. Deren Fahrzeuge erhalten zunehmend bessere Noten bei den Testern, unterbieten dabei SUVs anderer Hersteller z.T. um fünfstellige Beträge.

Renault und der Rennsport, eine endlose Geschichte. Hier punktet man zusammen mit Red Bull und Sebastian Vettel von 2010 bis 2013. Erst jetzt besinnen sich deutsche Hersteller auf die Formel E, in der Renault schon von Anfang an vertreten ist. Rein elektrische Renaults, Mitsubishis und vor allem Nissans sind im noch bezahlbaren Segment Weltspitze. Daimler hat gerade einmal ein Modell auf dem Markt.

Also Vorsicht mit den Umarmungen, sonst dreht sich das im neuen automobilen Zeitalter leicht um. Nur von dem möglichen Tausch von Batterien hört man bei Renault nicht mehr viel. Renault scheint ingesamt so erfolgreich zu sein, dass sich Peugeot offenbar genötigt sieht, Opel zu übernehmen. Durch den Verkauf von Renault Trucks ist Renault jetzt an Volvo Trucks beteiligt, firmiert aber immer noch unter dem eigenen Markennamen. Neuster Coup, die Abwerbung des Top-Verkaufschefs Schillaci von Toyota zu Nissan. 10/17

Auf deutsche Untertitel umstellbar . . .









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