1960 Peugeot 404
Der 404 geht - wie sehr viele europäische Modelle zu jener Zeit, deutlich nach der von Amerika bestimmten Mode, erkennbar z.B. an dem Flügelheck. Seine vordere Haube ist schon, aerodynamisch korrekt, leicht
ansteigend. Auffallend ist auch die gute Rundumsicht durch üppige Verglasung und schmale Stege. Der Innenraum ist gegenüber dem
403 eigentlich nicht wesentlich größer geworden.
Der Motor hat durch eine größere Bohrung, mehr Hubraum und Durchzugskraft. Ihm steht noch eine steile Karriere bevor. Das vorletzte Bild zeigt ihn im Einsatz in Wüstengegenden. Er hat sich besonders in
Nordafrika einen legendären Ruhm an Zuverlässigkeit erworben. Das letzte Bild zeigt, dass er fast nicht kleinzukriegen ist.
Für den Komfort gibt es besondere Maßnahmen gegen zu viel Zugluft bei geöffnetem Fenster/Schiebedach und zum ersten Mal Kindersicherungen an den hinteren Türen. Das Modell, übrigens wie bei Peugeot
häufiger bis 1966 nicht als Ersatz für den 40 gedacht, ist so erfolgreich, dass er in Frankreich bis 1975 und in Nigeria bis 1989 gebaut wird.
Obwohl der Wagen in Deutschland teurer als ein Opel oder Ford in dieser Klasse ist, findet er doch auch hier Anhänger. Unter Kennern ist der ab 1963 erst wirklich erhältliche Injection mit 59 kW (80 PS) beliebt,
verbessert er doch den Motor in beinahe jeglicher Hinsicht, besonders im Durchzugsvermögen und im Verbrauch. Zusammen mit dem gebotenen Fahrkomfort ist der Wagen in dieser Klasse beinahe unschlagbar.
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