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Morgan Plus 4




Längste Serie der Welt ...

Kaum etwas ist britischer als ein Morgan Plus 4, dessen Entwicklung auf das Jahr 1935 zurückgeht und ihm auch heute noch deutlich anzusehen ist. So ein Auto gibt es nicht mehr, zumindest als Pkw und noch neu zu kaufen.

Karosserie: Holzkern mit Alu-Überzug ...

Kein Pkw besteht mehr aus Rahmen und Aufbau. Immerhin ist der Morgan ein Cabriolet, da relativieren sich die Vorteile selbsttragender Karosserien, die in Europa seit gut 50 Jahren üblich sind. Aber es kommt noch besser.

Sehr leichter Leiterrahmen ...

Nein, damit ist nicht der Leiterrahmen gemeint, der immerhin verzinkt ist, auch wenn beim Zusammenbau im Herstellerwerk noch Löcher z.T. sogar von größeren Dimensionen gebohrt werden müssen. Das relativiert den Rostschutz deutlich. Auch die langen Seitenteile als Kotflügel von vorn bis hinten sind nicht gerade reparaturfreundlich.

Immerhin werden statt der Bodenbleche relativ dünne Tischlerplatten verwendet, die zwar nicht rosten, aber unter Wasserzugabe noch eher verrotten. Immerhin lassen sie sich mit der Hilfe einer Tischlerei leicht austauschen.

Noch mehr Absonderlichkeiten gefällig, der Morgan hat jede Menge davon. Z.B. das harte Fahrwerk. Früher sagte man ihm nach, man könne beim Überfahren einer Münze spüren, ob die Vorder- oder Rückseite nach oben zeige.

Da hat sich allerdings etwas getan. Zwei Federblätter weniger, ein Panhardstab und zwei Längslenker gegen Verdrehung der Hinterachse sind ein Fortschritt, aber immer noch weit weg von einem gediegenen Fahrkomfort.

Dafür ist das Leistungsgewicht mit 900 kg bei weit über 74 kW (100 PS) vorbildlich. Bitte bedenken Sie, es gibt ihn auch als '+8' mit Achtzylinder-V-Motor. Das entschädigt für den puristischen Rest.

Das Herstellerwerk betont zwar, es seien noch alle Teile der letzten 50 Jahre lieferbar, aber da z.B. die Vierzylinder doch häufiger wechselten, wird es bei einem Motorschaden wohl auf einen Komplettaustausch des Aggregats hinauslaufen.

Nicht nur die Hinterradaufhängung ist ungewöhnlich. Vorne sind zwar doppelte Querlenker eingebaut, aber die Räder lenken nach wie vor an abschmierbedürftigen Achsschenkeln. Das wurde beim VW-Käfer schon Mitte der Sechziger des vorigen Jahrhunderts abgeschafft.

Doch mit dem Flair dieser Wagen kann der VW-Käfer natürlich nicht mithalten. Bei nur 600 handgefertigten Neuwagen pro Jahr warten Käufer ziemlich lange auf die Auslieferung und die Preise für Gebrauchte bewegen sich auf unüblich hohem Niveau.

Schon lange wird der Aufbau aus Aluminium gefertigt, früher geklopft, heute erwärmt und gepresst. Früher war dieser feine Werkstoff mit einem nur einfach geschützten Stahl-Chassis kombiniert, Land-Rover lässt grüßen.

Das berühmte Morgan Dreirad


Angefangen hat es 1909 mit der von Harry Frederick Stanley Morgan gegründeten Firma. Dreiräder sind die eigentliche Basis des Morgan-Erfolgs, zwei gelenkte Räder vorn und ein angetriebenes hinten. 09/13








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