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Magneti Marelli





Ercole Marelli gründet 1891 diese Firma, die sich auf die Produktion elektrischer Anlagen und Motoren spezialisiert. Seit 1915 beschäftigt man sich mit der Zündung im Automobil und ab 1919 gibt es ein Joint Venture mit Fiat (Fabbrica Italiana Magneti Marelli). Die Fabrik in Sesto San Giovanni, Provinz Mailand, bringt Marelli mit ein.

Schon ab 1920 werden neben Magnetzündungen für Autos, Motorräder, Industriemotoren und diverse Rennmotoren auch Generatoren, Hupen, Scheibenwischer, Lichtanlagen und Anlasser und Zündkerzen für Flugzeugmotoren hergestellt. Die Produktion von Batterien folgt. Unglaublich in welcher Vielfalt Marelli schon ab etwa 1926 Fortbildung und Forschung betreibt:

Beispiele
Eignungstests
Rohstoffe
Chemie
Benzineinspritzung
Funk
Kurzwellen
Senden
Empfangen
Milit. Nutzung
Akkustik
Fernsehen



Die Produktion von Radios lässt mit dieser Vorbereitung nicht lange auf sich warten. Ab 1930 werden Sie unter etwas anderem Namen hergestellt. Gleichzeitig produziert die Firma unter eigenem Namen professionelle Ausrüstung für Rundfunk und militärische Zwecke. 1935 kommt es zu einem ersten Joint-Venture mit Bosch zur Fertigung von Auto- und Motorradelektrik.

Die Firma bezeichnet sich selbst als Nutznießer der Arbeit des berühmten italienischen Physikers Enrico Fermi. Der beschäftigt sich zu jener Zeit mit dem Neutronenbeschuss schwerer Atome und den sich daraus ergebenden Zerfallsprodukten. Fermi erhält 1938 den Nobelpreis für Physik.

Die Aktivitäten für Radio, Fernsehen und Militär behält Magneti Marelli auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Erst in den Sechziger Jahren entschließt man sich zur Wieder-Intensivierung des automobilen Sektors. Man verkauft die Sparte Telekommunikation und erwirbt eine Firma, die Zündkerzen produziert.

Kontakt zur Rennszene ist nie abgerissen.

1967 wird ein größeres Konglomerat von Firmen unter dem Dach von Fiat zusammengefasst, darunter mehrere Produzenten von Radios und Fernsehern für den Konsummarkt. Marelli konzentriert sich wieder auf den Automarkt und entwickelt z.B. 1968 eine erste elektronisch geregelte Zündung für Rennmotoren.

Zu dem zweiten Joint-Venture 'Mabo' mit Bosch von 1967 kommt 1979 eins mit der ehemalig als Vergaserproduzent berühmten Fa. Weber in Bologna. Neben der weiteren Entwicklung der Firma zum größten Produzenten von Auto-Elektronik in Italien ist vielleicht noch die Verlagerung des Firmensitzes nach Cinisello Balsamo und die Umstrukturierung zu einer Holding interessant.

Magneti Marelli hat 2012 ca. 37.000 Mitarbeiter und ist in 19 Ländern präsent. Sie ist auf nahezu allen Feldern der Elektrik und Elektronik im Auto tätig. Dazu gehört sowohl das Infotainment, die Instrumentierung und die Beleuchtung wie auch das Management von Benzin- und Dieselmotoren.

Weitere wichtige Zweige sind das Fahrwerk, die Abgasentgiftung und die Schalldämpfung sowie die moderne Verarbeitung von Kunststoff und die Geräteausstattung von Werkstätten. Eine besondere Neigung scheint nach wie vor zum Motorsport zu bestehen, wie auch die vielen aktuellen Bilder oben zeigen. 06/14




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