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Magirus

Magirus O 3500


Magirus O 3500
MotorbauartV-Sechszylinder
Hubraum, Bohr. * Hub5652 cm³ (100,0 mm * 120,0 mm)
KühlungGebläse
Drehmoment345 Nm bei 1600/min
Leistung81 kW (110 PS) bei 2300/min
Länge17.500 mm
Höchstgeschwindigkeit75 km/h
Baujahrab 1956

Das Logo stellt übrigens das Ulmer Münster dar.

Man kennt den Namen ‚Magirus' noch am ehesten im Zusammenhang mit luftgekühlten Lkw (Bilder), die ein der Kreissäge nicht unähnliches Geräusch von sich geben. Aber damit hat der Gründer der Firma, Conrad Dietrich Magirus nichts zu tun. Sein Geburtsjahr 1824 ist viel zu früh, als dass er mit Verbrennungsmotoren ernsthaft in Kontakt gekommen wäre.

Nach einigen Auslandsreisen kehrt er in seine Geburtsstadt Ulm zurück und beschäftigt sich schon früh mit der Feuerwehrtechnik. Mit 40 Jahren gründet er seine eigene Firma und wirbt für seine Artikel zur Feuerbekämpfung. Besonders interessant ist eine freistehende, leichte Drehleiter, die in der Weltausstellung 1873 in Wien die Goldmedaille erhält.

Schon früh bezieht Magirus seine drei Söhne mit in das Firmengeschehen ein, von denen Heinrich ab 1911 Vorsitzender der neu gegründeten Aktiengesellschaft wird. Allerdings gehört die Firma ab jetzt nur noch zur Hälfte der Familie Magirus. Inzwischen ist die Firma an der intensiven deutschen Wiederaufrüstung beteiligt.


Man produziert nun schon seit längerer Zeit z.B. immer größere Leitern, die auf ihren Fahrgestellen inzwischen von Ottomotoren automatisch ausgefahren werden. Was liegt also näher, als einen kompletten Dreitonner zu bauen und den Militärs 1917, gegen Ende des Ersten Weltkrieges anzubieten.

Es kommen noch ein Traktor und ein Bus hinzu. Alle haben vier Zylinder und es sind natürlich alles Benzinmotoren. Nach dem Krieg wird es schwierig, besonders zum Inflationsjahr 1923 hin. Eine weitere Krise ergibt sich ab 1929 und endet 1935 für Magirus in dem Zusammenschluss mit der berühmten Kölner Humboldt-Deutz-Motoren AG, 1938 zusätzlich mit den Klöckner-Werken.

So jetzt wissen wir endlich, wo die luftgekühlten Dieselmotoren herkommen, nämlich von Deutz und zwar erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Modelle werden nach Sternen wie Jupiter und Uranus benannt und erhalten große V-Motoren mit genügend Platz für das riesige Gebläse zwischen den beiden Zylinderbänken. 12/09



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