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MAN - Geschichte 2



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Wir bleiben in Augsburg, wo die ehemals Sander'sche Fabrik 1857 als 'Maschinenfabrik Augsburg' in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird. Buz geht aus den ganzen Umwandlungen und Beteiligungen als neuer Direktor und Inhaber des größten Aktienanteils hervor.

Die gründliche Ausbildung seines Sohnes ist ein weiterer Meilenstein für die gedeihliche Entwicklung der Firma. Der studiert am Polytechnikum in Karlsruhe und sammelt vor seinem Eintritt in die Firma 1857 Auslandserfahrung in England und Frankreich. Vielleicht sollte man noch ein weiteres Geschäftsfeld der Firma zu diesem Zeitpunkt erwähnen, den Bau von Wasserturbinen. Unter dem Sohn von Buz kommt es nach der Schnellpresse für den Buch- und Zeitungsdruck zum zweiten großen Quotenbringer in der Geschichte der Firma, den Kältemaschinen.

Carl Linde ist Professor am Polytechnikum in München (später Techn. Universität). Er ist übrigens auch der spätere Förderer von Rudolf Diesel, der von ihm erstmalig und begeistert von der Theorie des Carnot-Prozesses hört. Dieser Professor hat eine Maschine erfunden, die Kälte z.B. im Sommer in den Kellern von Brauereien erzeugt, wodurch man auf die dauernde Lieferung von Trockeneis verzichten kann. Er braucht eine Fabrik, die seine Idee in die Realität umsetzt.

So kommen Linde und Buz zusammen, wodurch auch später wohl die Verbindung zu Diesel erleichtert wird. Allerdings wird Diesel die Maschinenfabrik Augsburg gekannt haben, da er selbst von 1870 bis 1875 dort gelebt hat. Wir überspringen an dieser Stelle die langwierige Geschichte bis zum Erfolg der Linde-Maschinen und kommen direkt zu der sich anbahnenden Beziehung zwischen Diesel und Buz, das 'von' kommt erst später.

Es mag den Theoretiker Diesel kennzeichnen, dass er sich mit einem Brief quasi um Anstellung an den Direktor einer Maschinenfabrik wendet und darin den Bau eines Motors vorschlägt, in dem von 150-bar-Drücken die Rede ist. Außerdem hat er mit Kohlenstaub einen äußerst unhandlichen, kaum aus dem Zylinder zu entsorgenden Brennstoff gewählt. Buz gibt den Brief an seinen Oberingenieur weiter, der natürlich prompt auf die riesigen technischen Probleme beim Bau einer solchen Maschine hinweisen muss.

Egal, ob der Oberingenieur, der übrigens mit dem Bau von Dampfmaschinen verbunden ist, letztlich doch zugestimmt hat oder nicht, Buz sagt erst einmal Nein. Immerhin zwingt er Rudolf Diesel damit zu einer Änderung seines Konzeptes. Vorteilhaft wirkt sich für diesen aus, dass inzwischen seine Patentschrift 'Theorie und Konstruktion eines rationellen Wärmemotors'.



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