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Hanomag



Die 1835 als Eisengießerei und Maschinenfabrik Georg Egestorff gegründete Hannoversche Maschinenbau AG steigt 1925 in den Automobilbau ein. Sie übernimmt 1924 die beiden Ingenieure Carl Pollich und Fidelis Böhler und deren zwei Versuchswagen und vermarktet diese als Hanomag 2/10 PS, in der Bevölkerung wegen seiner Form 'Komissbrot' genannt.

Der Automobilbau entwickelt sich in dieser Richtung weiter, weg vom Klein- hin zum Mittelklassewagen. Hanomags fallen ab etwa 1930 im Straßenbild absolut nicht mehr auf. Die Technik ist z.B. durch Karosserien ohne Holzrahmen und von Ambi-Budd fortschrittlich. Die Typenreihe geht bis zum Hanomag Sturm mit Sechszylinder. Ab 1932 bis Ende 1934 wird allerdings die Automobilsparte durch Verpachtung zeitweise ausgegliedert.

1938 kommt eine völlig neuartige, viel strömungsgünstigere Karosserie (Bilder 3 und 4) des bisher sehr konventionellen Hanomag Rekord auf den Markt. Auch hat die Firma endlich den Pkw-Dieselmotor serienreif, den man 1936 zeitgleich mit Mercedes vorgestellt hatte. Aber leider macht der Beginn des Zweiten Weltkrieges den Hannoveranern einen Strich durch die Rechnung.

Nach dem Krieg sind die Werkzeuge trotz der Zerstörung der Fabrikationsanlagen zwar noch vorhanden, aber leider gibt es die Fa. Ambi Budd nicht mehr. Sie ist dem Ostteil Deutschlands zugeteilt und damit verloren. Man konzipiert noch ein Coupe mit drei Zyl.-Zweitaktmotor, drei Sitzen vorn und Notsitzen hinten, aber trotz auch respektablem Gepäckraum resigniert man und stellt die Pkw-Produktion ein.

Viel erfolgreicher ist die Fertigung von Traktoren, leichten Lkw und Baumaschinen, letztere noch heute als Komatsu-Hanomag weiter vermarktet. Traktoren und Zugmaschinen produziert man bei Hanomag schon seit 1924. Oben bei den Bildern sehen Sie einen der stärkeren und den kleinsten mit Zweitakt-Einzylinder. Zweitakt-Diesel passen im Prinzip ausgezeichnet zum Diesel-Verfahren, haben sich aber in der Praxis nicht bewährt.

Sehr gut verkaufen sich die leichten Lkw vom Typ L 28 mit 1,5 bis 2 Tonnen Nutzlast. Bild 9 zeigt eine Allrad-Version mit bis zu 2,5 Tonnen Nutzlast. Nachfolger sind der Kurier und der Markant, der es sogar auf 3 Tonnen Nutzlast bringt. Die Nutzfahrzeug-Sparte ist so interessant, dass nach der Übernahme von Hanomag durch Rheinstahl 1958 und der Hinzunahme von Henschel ab 1970 diese komplett von Daimler-Benz übernommen und weitergeführt wird.

Tempo Matador, ursprünglich mit VW-Motor als Frontantrieb.

Ab 1955 gibt es eine Verbindung zu den Tempo-Werken in Hamburg, die zehn Jahre später zu einer endgültigen Übernahme führt. Mit in die Ehe kommt der Tempo Matador (10. Bild) mit Frontantrieb, der auch bei Daimler seine Karriere fortsetzt. 04/14










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