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Simca 1100




1967 erscheint er, acht Jahre nach dem ersten Kleinwagen mit Quermotor, dem Mini, und nach vielen weiteren, z.B. von BMC und Autobianchi. Das ist typisch für dieses Auto, es erfindet das Rad nicht neu, kann aber doch durch die Kombination seiner Eigenschaften gefallen. Das klingt nach einem praktischen Auto und ist es auch. Er lässt damit viele Zeitgenossen, vor allem aus Deutschland, weit hinter sich.

Typisch für die französischen Autos jener Zeit ist auch die Betonung auf einem guten Fahrwerk unter leichter Vernachlässigung des Antriebs. Hier schnurrt der auf 1100 cm³ vergrößerte OHV-Motor des kleineren Bruders. Zu den Rädern hin wird aber Drehstabfederung mit Stabilisatoren geboten, vorn an doppelten Quer- und hinten an einfachen Längslenkern. Noch keine progressive Federung also und deshalb auch etwas härter, wiederum ungewohnt im Vergleich zu den übrigen Vertretern des Landes. Auf elegante Weise gelöst hat man das Problem mit den langen, querliegenden Drehstäben an der Hinterachse. Sie führen nicht, wie beim Renault 4, zu ungleichen Radständen, sondern sind räumlich verschränkt angeordnet. Vorn kann man sogar die Federhöhe leicht verändern, hinten allerdings nicht.

Die Stabilität des Simca 1100 geht also vom unteren Rahmen aus. Innere Seitenteile und (vorne) angeschraubte Kotflügel tragen weniger dazu bei. Die Karosserie hat ein konservatives Design und bis auf die klappbaren Rücksitze wenig Besonderheiten. Besonders viel Platz schafft der quer liegende Motor mit weitem Motorraum für den Innenraum nicht. Nicht nur Sitzriesen wünschen sich eine deutlich andere Sitz- und Lenkradposition. Die Heckklappe ist noch eine Besonderheit, weshalb die erste Ausführung noch einen ganz klaren Knick aufweist, um einen separaten Kofferraum vorzutäuschen. Spätere Versionen werden sich mehr der durchgehenden Schräge annähern.

Der Motor ist zwar ein brummiger, aber zuverlässiger Geselle und gehört besonders in seinen ersten Versionen nicht zu den stärksten. Dafür hält sich der Verbrauch in Grenzen. Später gibt es noch eine Entwicklung hin bis zu 62 kW (84 PS) durch eine schärfere Nockenwelle und zwei Doppelvergasern in der Top-Version 1100 TI. Hier sieht es dann schon besser aus, aber windschlüpfriger wird die Karosserie mit zwei rechteckigen Fernscheinwerfern im Kühlergrill auch nicht. Auch die Schaltung von Quermotoren ist mit ihren langen Wegen und wenig Exaktheit in den Anfängen. Die Verarbeitung ist französisch, aber andere Zeitgenossen der gleichen Preisklasse rosten auch. Bleibt noch die französische Elektrik, die mit ihren Preisen in Deutschland zur Spitzenklasse zählt.








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