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Chrysler



Walter Percy Chrysler, dessen Vorfahren vor der Einwanderung aus Deutschland Kreisler hießen, wurde 1875 in Wamego im US-Bundesstaat Kansas geboren. Der offensichtlich handwerklich recht begabte Chrysler schließt seine Ausbildung im Alter von 24 Jahren mit dem Meisterbrief ab. Bis 1908 bringt er es bei der Santa Fe Eisenbahngesellschaft zum Technischen Leiter.

Er wird Manager bei der American Locomotive Company, dem zweitgrößten Dampflok-Produzenten. Diese Firma war 1906 in das Automobilgeschäft eingestiegen. Die Fahrzeuge nehmen ruhmreich an den Autorennen jener Zeit teil. 1911 wechselt Walter Chrysler zur General-Motors-Tochter Buick. Nach 3 Jahren erfolgreicher Rationalisierung und Verbesserung der Produktion wird er in den Mutterkonzern berufen und wird dort 1915 Vizepräsident unter William Durant. Knapp 5 Jahre später verlässt Walter Chrysler wegen einem Konflikt mit diesem den Konzern.

Nach einer zweijährigen Sanierung von Willys-Overland in Toledo landet er beim Firmenverbund Maxwell und Chalmers. 1925 gehen diese Firmen in der neu gegründeten Chrysler Corporation auf. Der erste eigenständige Chrysler trägt die Bezeichnung 'six' für den Sechszylinder, den die übernommenen Ingenieure von Chalmers entwickelt haben. Durch Zukauf von Dodge 1928 und Gründung von De Soto und der Niedrigpreis-Marke Plymouth entsteht der drittstärkste Autokonzern nach GM und Ford. Selbst in der Wirtschaftskrise 1929 ist noch genug Geld vorhanden, um das Chrysler-Gebäude in New York als damals höchstes Gebäude der Welt zu finanzieren. Die Firma gilt von den dreien als die mit der modernsten Fahrzeugpalette. Walter Chrysler zieht sich 1935 aus dem aktiven Geschäft zurück und stirbt 65-jährig zwei Jahre später.

Der Gipfel der Innovation ist wohl das im Jahr 1934 erscheinende Modell Airflow, das zwar mit seiner aerodynamischen Form zum Wegbereiter auch europäischer Fahrzeuge wird, aber leider kein Verkaufserfolg.

Berühmt sind die Chrysler-Hemi-Motoren. Sie entstehen, als Chrysler sich ab 1951 wieder an Rennen beteiligt und dazu seine V8-Motoren mit einem halbkugelförmigen (hemispherical) Brennraum versieht. 132 kW (180 PS) bringt der erste Motor. Die Erfolge stellen sich schon bald ein, z.B. mit 5 NASCAR-Siegen und einem zweiten Platz im Gesamtklassement 1953. Änderungen an der Gemischzu- und Abgasabfuhr bringen 1954 173 kW (235 PS). Neben Daytona Beach wird damit auch erstmals der Gesamt-NASCAR-Sieg erreicht. In der vollkommen neuen 300-Baureihe wird das Prinzip auch für die Serie angewandt. Hier entstehen von 1955 - 1957 Fahrzeuge mit 5,4 - 6,4 Liter Hubraum und 220 kW (300 PS) bis 278 kW (380 PS). Schwächere Versionen treiben die Modelle New Yorker und Imperial an. Über mangelnde Leistung braucht man sich bei diesen Motoren nicht zu beklagen, wohl aber über zu hohe Fertigungskosten. Das führt 1959 zur Abkehr von dieser Bauart. Im Rennsport wird er im Jahr 1964 wieder übernommen.







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