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  Rekuperation 2



Schon seit sehr langer Zeit gibt es bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren eine Reaktion auf die vollständige Entlastung des Gaspedals, Schubabschaltung genannt. Die existiert beim Dieselmotor praktisch schon seit seiner Geburt im Auto und beim Benziner seit im Wesentlichen seit Einführung der Einspritzung.

Rein elektrisch gibt es sie schon weit vor der Zeit im E-Auto z.B. bei elektrisch angetriebenen Zügen, die allerdings, außer im absoluten Notfall, sehr lange Bremswege haben und deshalb nicht die Probleme haben, wie sie im vorigen Kapitel beschrieben wurden. Da gelangt eine Menge Energie zurück ins Netz.

Man muss grundsätzlich die Rückgewinnung beim Loslassen des Gaspedals von der beim Treten der Fußbremse unterscheiden und dort auch noch die nur beim leichten Bremsen wirksame von der während des kompletten Bremsvorgangs. Den Fahrzeugen von Tesla wird nachgesagt, sie hätten keine beim Bremsen wirksame Rekuperation.

Natürlich ist die beim Zurückziehen des Gaspedals wirksame Rekuperation einfacher zu realisieren. Allerdings kann es sein, dass die Bremse trotzdem gebraucht wird, nämlich genau dann, wenn man es schafft, nur mit dem Gaspedal zum Stillstand zu kommen. Denn der E-Motor als Generator schafft das in der Regel nicht.

Taucht als nächstes die Frage auf, ob und wie stark man überhaupt rekuperieren soll, denn da gibt es ja auch noch das Segeln. Allerdings sollte man vorweg erwähnen, dass eine Fahrweise mit viel Segeln schon eine gewisse Menge an Erfahrung braucht. Dann ist sie auch wirklich nicht mehr anstrengend. Am Anfang jedoch wird das vorausschauende Fahren als Belastung empfunden. Segeln kann man natürlich auch mit einem Verbrenner üben, allerdings tuckert der Motor dann im Leerlauf weiter.

Viele Taxifahrer die vermehrt auf den Toyota Prius umgestiegen sind, haben vermehrt die Rekuperation auf die Anzeige des Prius bezogen und damit gute Sparerfolge erzielt. Leider gibt es natürlich für das Segeln keine solche Anzeige. Es geht übrigens auch auf der Autobahn. Nein, Sie brauchen keine Konflikte mit nachfolgenden Fahrzeugen zu fürchten, denn es gibt Autobahnstücke, die genügend Gefälle aufweisen, um Ihre (maßvolle) Geschwindigkeit mindestens zu halten.

Bleiben wir beim Gaspedal und erwähnen bei den (zu wenig benutzten) Bremsen nur noch kurz mögliche Korrosion an den Bremsscheiben. Parallel zu unserer Kritik von zu viel Optimismus bei der Rekuperation mit der Bremse im vorigen Kapitel sollen hier auch bei der Energie-Rückgewinnung durch das Gaspedal ein paar kritische Bemerkungen gemacht werden.

Nehmen wir das oben schon erwähnte Thema: Motorbremse. Die ist beim Fahrzeug mit Verbrennungsmotor sozusagen serienmäßig und auch immer verfügbar. Nun gut, kleiner als im zweiten Gang den Berg hinunter geht fast nicht. Und sollte der vom Gefälle bis an die Drehzahlgrenze gebracht werden, dann ist es höchste Zeit, ihm mit der Fußbremse ein wenig zu helfen. Aberr immerhin, die Bremse wird erheblich entlastet.

Es gibt Situationen beim reinen E-Auto, da könnte die Rekuperation ausfallen. Überhaupt haben wir ja schon darauf hingewiesen, dass hier gewisse Überforderungen stattfinden können. Das elektronische System und/oder die Batterie kann die Ladung nicht schnell genug aufnehmen. Übrigens gibt es für mit stärkere Rekuperation die Zwischenlösung mit sogenannten Supercaps, Kondensatoren, die auch noch leichter sind.

Sie ahnen vielleicht schon, worin die Gefahr lauert. Es könnte sein, dass die Batterie schlicht zu voll sein könnte, um noch Ladung aufzunehmen, mithin die Rekuperation in den Bergen ausfallen und die Bremsen zu stark belastet würden. Klar es gibt mindestens zwei Gegenargumente: Irgendwie muss man den Berg hinaufgefahren sein und das Energie 'gekostet' haben. Auch haben wir hier keinen Lkw oder Bus, was bedeutet, Pkw-Bremsen müssten das eigentlich aushalten.

So, Sie können jetzt das Szenario modifizieren, z.B. dass jemand dort oben zuhause ist oder eine Hotelnacht verbracht hat und irrtümlich zu 100 Prozent. Geht uns hier zu weit. Übrigens hat man das Berg- und Talfahren bei BMW einmal nachgestellt und, bei recht maßvollen Geschwindigkeiten festgestellt, dass im günstigsten Fall nur Zweidrittel der Energie zurückgewonnen werden konnte.







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