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 Wankelmotor



kfz-tech.de/PVe51

Wankelmotor im Ro 80 ab 1969

Ab 1960 verspricht Felix Wankel mit seiner faszinierenden Kinematik ein Ende des auf- und ab stampfenden Kolbens. Ein Drehkolben muss nicht mehr auf 0 km/h abgebremst und anschließend auf 80 km/h beschleunigt werden. Und außer der Exzenterwelle gibt es nur ein bewegliches Teil pro Kammer.

Auf diese Erfindung stürzt sich die zu der Zeit an Entwicklungen arme Kfz-Industrie. Fast alle Hersteller nehmen Lizenzen, bauen Prototypen und sind berauscht von der relativ kompakten Bauweise und dem leisen Lauf. Statt Zylinder, in denen sich Kolben linear bewegen, hat der Wankelmotor eine oder mehrere Kammern.


kfz-tech.de/PVe52

In denen ist ein dreieckiger Kolben mit leicht nach außen gebogenen Seiten auf einem exzentrischen Teil einer Welle gelagert, aber gleichzeitig durch eine Verzahnung mit einem feststehenden Rad verbunden. Er dreht also nicht einfach nur mit der Welle, sondern die Verzahnung fordert von ihm eine gewisse Rückwärtsbewegung. So kommt es, dass er nur eine Umdrehung bei deren drei seiner Welle macht.

Die Umdrehungen haben den Zweck, Luft-Kraftstoff-Gemisch durch den rechten oberen Schlitz anzusaugen, zu verdichten und nach der Verbrennung durch den rechten unteren Schlitz wieder auszustoßen, einmal bei jeder Drittel Drehung des Kolbens, also jeder vollen Umdrehung der Exzenterwelle. Er wird deshalb auch eher zu den Zwei- als den Viertaktern gezählt. Eine geniale Mechanik, bei der es für den Kolben keine Umkehrpunkte gibt.

Leider ist die Schmierung und Abdichtung des Kolbens in seinem Gehäuse schwierig. Jedoch konnte dieses Problem viel später von der Fa. Mazda hinreichend gut gelöst werden. Noch bei NSU hatte man versucht, dem länglichen Brennraum mit zwei Zündkerzen beizukommen. Beweis für die Leistungsfähigkeit des Motors ist ein Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Jedoch treffen den Motor viel zu früh die Abgasgesetze.

Die ungünstigen Abgase und der hohe Kraftstoffverbrauch werden auf die äußerst ungünstige Brennraumform zurückgeführt. Hätte jedoch der auch 'Drehkolbenmotor' oder 'Kreiskolbenmotor' Genannte eine so lange Entwicklung wie der Hubkolbenmotor hinter sich, wir würden heute vermutlich nur noch ihn kennen. Auch Mazda kriegt das Verbrauchs- und damit Umweltproblem trotz Jahrzehnte langer Entwicklung nicht in den Griff.


kfz-tech.de/YVe21

1991 Ein Kreiskolbenmotor siegt bei den 24h von Le Mans.







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