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 Kolbenmotoren



Es gibt ihn in unzähligen Spielarten, den Kolbenmotor. Der Kolben muss sich nicht unbedingt linear bewegen (Hubkolbenmotor), er kann auch kreisen, wie wir beim Wankelmotor gesehen haben. Dabei kann sich die Kurbel- bzw. die Exzenterwelle drehen oder der ganze Motor um diese, so berichtet vom Umlaufmotor, einer Abart des Sternmotors

Es gibt auch Hubkolbenmotoren mit mehr als einer Kurbelwelle. So kann je eine an jeder Seite eines oder meist mehrerer Zylinder angeordnet und sich zwei Kolben in diesem Zylinder einmal gegeneinander und dann wieder voneinander wegbewegen. Man spart wie beim gewöhnlichen Zweitakter jegliche Ventile und spült durch die sich nahe UT jeweils öffnenden Schlitze.

Da haben wir sie, die Begriffe, die sich am Totpunkt orientieren. Da der Zylinderkopf eines Hubkolbenmotors nicht immer räumlich nach oben zeigt, definieren wir den oberen Totpunkt z.B. mit dem größten Abstand von der Kurbelwelle, umgekehrt den unteren Totpunkt mit dem kleinsten. Diese beiden Punkte hätten also beim Boxermotor die gleiche Höhe.

Das sind wichtige Festlegungen, die bisweilen sogar messtechnisch nachgeprüft werden, weil sich viele wichtige Maße wie z.B. der Zündzeitpunkt darauf beziehen. Wie man das nachprüft? Im günstigsten Fall kann eine Messschraube durch die Kerzenbohrung den Kolben ertasten und uns exakt sagen, wann dieser auf OT steht. Jetzt muss man nur noch eine entsprechende Markierung am Schwungrad anbringen.

Kolben haben übrigens nicht immer die uns geläufige Form. Natürlich ist das beim Wankel- oder Drehkolbenmotor ohnehin nicht der Fall. Es gibt aber auch z.B. von Honda den Versuch, den Kolben mit ovalem Querschnitt wie zwei nebeneinander stehende Bierdosen mit glatten Seitenflächen zu formen, um damit die mögliche Fläche für Ventilöffnungen zu vergrößern. Allein, die Idee hat sich nicht durchgesetzt.

Deutlich ist wohl, dass bei allen Kolbenmotoren eines im Grunde immer gleich ist: Es wird ein mit gasförmigem (und evtl. Kraftstofftröpfchen) gefüllter Arbeitsraum verkleinert, der dann durch Entzünden des Gemischs wieder zur alten Größe zurückkehrt. Allerdings bezieht sich das auf Kolbenmotoren mit innerer Verbrennung, wodurch z.B. Dampfmaschinen mit ihrer äußeren Verbrennung arbeiten, ausgeschlossen sind.







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