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 Effektive Leistung



Der Kolben beschleunigt also in 2,5 Millisekunden von Null auf etwa 100 km/h. Verglichen mit den absolut stärksten Sportwagen wäre das eine mehr als tausendfache Beschleunigung. Jetzt können Sie vielleicht erahnen, warum man jedes Gramm unnötiges Kolbengewicht gerne einspart und auch Ungleichheiten zwischen den Kolben fast bis aufs Gramm bekämpft.

Natürlich haben wir die Kurve oben nicht vollständig berechnet, sondern nur die Maxima und Minima. Wenn Sie die Länge der Pleuelstange l mit 130 mm nicht zu lang annehmen, können Sie das ab jetzt für jeden Punkt der Kurve tun. Sie sehen dabei, dass der zweite Teil der Klammer so eine Art Korrektur für die Zwischenstellungen bildet.

Dieser Teil in der Klammer erklärt auch, warum in der Gleichung kein Gleichheitszeichen verwendet wird. Er ist Teil einer binomischen Reihe, die man nach der zweiten Ordnung abgebrochen hat. Man hat also eine Vereinfachung zum leichteren Rechnen geschaffen, die aber das Rechenergebnis nur unwesentlich verfälscht.

Ach ja, dann ist da noch der Punkt über dem 's'. Der wird immer dann gerne verwendet, wenn man einen Wert über der Zeit betrachtet. Es sind halt Meter pro Sekunde, die sich für die jeweilige Kolbengeschwindigkeit ergeben. Man könnte z.B. bei der Fahrgeschwindigkeit statt des Bezeichners 'v' ebenfalls ein 's' mit einem Punkt als Weg über der Zeit verwenden.


Auch nicht ohne Bedeutung für die Auslegung eines Motors ist die Pleuellänge l. Eigentlich würde man sie gern so kurz wie nur eben möglich halten, weil sie die Höhe des Motors mitbestimmt. Aber das Bild oben zeigt, dass kürzest mögliche Pleuel (blaue Kurve) den Punkt der maximalen Kolbengeschwindigkeit nicht nur nach vorn verlegen, sondern diese sogar noch erhöhen können.

Die bis jetzt angestellten Betrachtungen beziehen sich eher auf die Haltbarkeit des Hubkolbenmotors und auf dessen Schwingungsverhalten. Wir wollen uns jetzt der nicht ganz unwichtigen Leistungsabgabe des Motors widmen. Wobei eines klar sein muss, Leistung entsteht aus Drehmoment und Drehzahl:


Übrigens, das kleine 'e' steht für 'effektiv', was so gemeint ist, wie es auch im wirklichen Leben gebraucht wird. Also das, was wirklich hinten rauskommt, sprich an der Kupplung. Man kann die Bedeutung des Drehmoments gar nicht hoch genug einschätzen. Hier nur so viel, dass es direkt abhängt von der Kolbenkraft und die wiederum vom Druck auf den Kolben:


Wovon aber hängt der Druck im Zylinder ab? Da er durch die Verbrennung einer bestimmten Menge eines Gemischs aus Luft und Kraftstoff entsteht, sollte dieses, wenn Verhältnis und Durchmischung optimal sind, so groß wie möglich sein. Erreicht es den Brennraum nur durch Ansaugen, dann ist dessen Größe bzw. Hubraum entscheidend. An dieser Stelle sei noch einmal darauf verwiesen, dass Brenn- und Hubraum nicht dasselbe sind.







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