Direkteinspritzung 2

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Beim Pkw-Dieselmotor geht es zunächst wegen der geringen Zahl von Anbietern (Mercedes, Peugeot) ruhiger zu. Erst VW mischt das Feld ein wenig auf, als man mit einem kleinen Dieselmotor mit
Wirbelkammer und Verteilerpumpe (Bild oben) in einem betont leichten Fahrzeug die annähernd gleichen Fahrleistungen bei drastisch gesenktem Verbrauch erzielt. Es folgen andere Hersteller so lange, bis fast
jeder einen Dieselmotor im Programm hat.
Audi hat 1980/90 eine Phase anhaltender Entwicklung, in der auch Forschung an einem auf einen Zylinder reduzierten Dieselmotor stattfindet. Die später von der Mutter VW übernommenen Ergebnisse führen zu
dem weltweit berühmten TDI. Gleichwohl waren das nicht die ersten, wenn man den etwas raueren Transit-Motor von Ford und den von Land Rover hinzurechnet.

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Die Burschikosität gewöhnt man dem Dieselmotor durch Änderung seiner Einspritzanlage ab. Für alle Zylinder verantwortliche Einspritzpumpen verschwinden fast ebenso schnell wie früher die Vergaser.
Common Rail (Bild oben) heißt das von Bosch und Fiat zunächst kreierte Zauberwort, das sich nach einem anfänglichen Schlenker von VW zur Pumpedüse inzwischen überall im Pkw-Bereich durchgesetzt hat.

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Der Lkw-Motor tendiert zwar auch dorthin, bevorzugt bisweilen aber noch die Pumpedüse, bei der Höchstdruck in unmittelbarer Nähe zum Brennraum entsteht. Hier finden die gewaltigsten Änderungen
inzwischen auf der Abgasseite durch riesige Nachbehandlungssysteme und der Kraftstoffseite durch zusätzlich mitzuführende Stoffe wie AdBlue statt.
Während der Diesel mit seinen Abgasen ringt, tut dies der Benziner mit seinem Verbrauch. Sogar im Rennbereich, der die Zielsetzung zu adaptieren versucht, schrumpft z.B. das Drehzahlniveau deutlich. Wenn
das so weiter geht, unterscheiden sich bei Serienfahrzeugen die Nenndrehzahlen von Benzinern und Dieselmotoren bald kaum noch.

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Wichtiger noch zu erwähnen ist die aus Leistungs- und Verbrauchsgründen immer häufigere Benzin-Direkteinspritzung (Bild oben), deren Einspritzventil Sie oben sehen. Überhaupt hat es irgendwann einen Punkt
gegeben, an dem die Leistungen von Benzinmotoren in viel rascherer Folge als bisher zunahmen, und das nicht nur durch die Aufladung. Bezogen auf den Hubraum gibt es heute Leistung wie nie zuvor.
Das ist zum Glück auch beim Drehmoment der Fall, das für den alltäglichen Verkehr viel wichtiger ist. Hier hat die Aufladung den stärksten Einfluss, interessanterweise erst in Form von Kompressoren, jetzt aber
anscheinend eher durch Turbolader realisiert. Wenn dabei auch noch der Hubraum schrumpft, nennt man das neuerdings 'Downsizing'.

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