Mobile Station 1

kfz-tech.de/YM66
Wie sind wir da nun wieder hineingeraten? Wir wollten doch eigentlich einen Lokdecoder auf jeden Fall und dazu passend noch eine Zentral Station selbst bauen, Erstere auf
Basis des ATtiny 85, Letztere des Arduino Mega.
Schön, und warum kümmern wir uns schon seit gefühlten Ewigkeiten um die Mobile Station von Märklin? Das hat begonnen mit der Startpackung ICE 2 hauptsächlich für die Kids, von der
allerdings durch Ausprobieren und einen Blick in die Datenübertragung gelernt und sie dann wieder verkauft werden sollte.
Jetzt entpuppte sich aber nicht so sehr der ICE 2 mit seinem ach so tollen Sound-Tracks als interessant, sondern tatsächlich die Mobile Station 2. Das Auslesen und Analysieren der
Signale mit neuem Oszilloskop hat regelrecht Spaß gemacht (siehe Buch Modellbau 4).
Dummerweise bieten wir bisweilen bei Ebay auf Dinge, die wir nur eventuell brauchen könnten, die aber unverschämt günstig sind. Das hat uns dann eine andere Startpackung ähnlich der
mit dem ICE 2 aber von Trix mit sogar für uns kompatiblen Gleisen gebracht.
Zu der wurde eine Mobile Station 1 mit fehlenden Teilen mitgeliefert. Statt sich nur an der wunderbaren E-Lok, den Güterwaggons und den vielen Gleisen und den Weichen für insgesamt
48,56 € zu erfreuen, erwachte der Ehrgeiz, nun auch noch die Mobile Station 1 in Ordnung zu bringen, um jetzt deren Signale vergleichen zu können.
Also noch einmal 25,48 € für eine Mobile Station 1, diesmal von Märklin, hinausgeworfen und festgestellt, dass es zwar vermutlich bei der Mobile Station 2 keine Unterschiede zwischen
Märklin und Trix gibt, aber bei der Mobile Station 1 sehr wohl.
Wenn man sich schon das Innenleben anschaut, bemerkt man das. Oder es hat während der Zeit, in der diese verkauft wurde, auch gravierende Änderungen in der Hardware gegeben und
wir besitzen jetzt eine ältere und eine jüngere Version.
Dann haben wir uns einmal die Signale angeschaut und waren von der Mobile Station 1 restlos enttäuscht. Nicht nur, dass die keine der sogenannten Magnetartikel wie beispielsweise
Weichen ansprechen kann, auch die Signale an die jeweilige Lok sind verschieden.
Das hat unsere Zuneigung zu der Mobile Station 2 noch verstärkt. Deren Signale haben wir in relativ kurzer Zeit entschlüsseln können. Es entstand der Gedanke, unsere Lokdecoder so
auslegen zu wollen, dass sie auch über eine Mobile Station 2 bedienbar sein würden.
Denn eins muss klar sein: Wir wollen im Prinzip nicht unbedingt selbst entwickeln, ahnen, welche Fallstricke da lauern. Aber wir wollen nicht nur, nein wir müssen auch Geld sparen.
Gehen Sie allein von bis zu 60 Zügen aus, dann wissen Sie, was das kosten würde.
Es kommt übrigens noch ein Argument hinzu. Wenn Sie Foren lesen oder Moba auf YouTube anschauen, stoßen Sie relativ häufig auf Bemerkungen über 'zerschossene' Lokdecoder. Uns ist das auch schon zweimal passiert. Die
Dinger scheinen definitiv empfindlich zu sein.
Und in unseren Plänen ist ja sogar noch die Erweiterung auf einen dritten Schattenbahnhof enthalten, was noch mehr Züge enthalten würde. Und dann die ganzen anderen Teilgruppen, die
wir digital steuern wollen, Weichen, Signale und Lichtgruppen.
Klar, da bräuchten wir keine kompakten Decoder, aber wenn wir sie schon einmal haben, könnten wir sie auch dort einsetzen, womöglich sogar in leicht abgespeckter Form als zur
Steuerung von Loks. Natürlich werden unsere zwar nicht die kleinst-möglichen, aber mit Sicherheit die mit Abstand günstigsten sein.
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