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EMS 1



Die Elektronische Mehrzug Steuerung stammt aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, sozusagen ein Vorläufer der Digitalisierung, ein Ausweg für manche Modellbahner/innen, die sich der Digitalisierung aus Prinzip verweigern.

Wobei es noch sehr die Frage ist, ob es sich um reine Analogtechnik handelt. Schließlich wird hier die übliche Gleichspannung für eine Lok durch ein Signal überlagert, dass 90 µs unter dieser verharrt und danach für 30 µs über diese hinausgeht, aber sich immer schön mit den jeweils gleichbleibenden Spannungen wiederholend.

Wie Sie schon ahnen werden, ist die Gleichspannung für die Verbindung eines ganz normalen Tachos mit einer ganz normalen Lok gedacht. Allerdings wird diese zwischen beiden gekappt und über ein dem Trafo sehr ähnliches Gerät auch mit einem Drehknopf geführt.

Nur, dass es orange gefärbt und von auswärtiger Stromversorgung abhängig ist. Neben den beiden Gleichstrom-Anschlüssen vom bisherigen Trafo braucht es also noch welche von dessen Wechselstrom-Teil, der normalerweise Lämpchen, Weichen und Signale mit Strom versorgt.

Es hat sich aber erwiesen, dass es durch eine solche Schaltung zu ungewollten Beeinflussungen zwischen der durch den herkömmlichen Trafo und der vom EMS-Gerät gesteuerten kommen kann. Abhilfe schafft hier ein extra nicht zu schwacher Wechselstrom-Trafo.

Wird das EMS-Gerät an die Schiene angeschlossen, dann funktioniert die herkömmliche Lok schon einmal einwandfrei. Zur EMS-Lok würde sie durch Einbau eines Dekoders, mit unseren heutigen allerdings nicht zu vergleichen. Am besten eignet sich für die Unterbringung der Tender einer Dampflok.

Allerdings gibt es auch eine wesentlich kompaktere Ausführung für die Spur N z.B. bei Minitrix. Dafür hat die H0-Variante den Vorteil, dass man sie auch als relativer Laie zusammenlöten kann. Inzwischen gibt es zahllose Angebote von mit solideren Bauteilen aufgebauten Dekodern.

Gleiches gilt auch für das Innenleben des EMS-Geräts. Wenn man einmal von möglicherweise fehlerhaftem Verhalten einer solchen Anlage absieht, was auch unangemessene Töne beinhalten kann, wird mit ihr die Anzahl der separat ansteuerbaren Züge verdoppelt, also auf vier ohne und sechs mit funktionierender Oberleitung.

Der konventionelle Teil der Anlage wird durch die neu hinzugekommene EMS insofern beeinflusst, als auch hier jegliche Beleuchtung erhalten bleibt und alles, was im Zug auf Wechselstrom reagiert. Nur der direkt an die beiden Schienen angeschlossene Gleichstrommotor kann mit dem getakteten nichts anfangen.

Aber für eine kleine, von Hand gesteuerte Anlage stellt das EMS-System durchaus eine Alternative dar, auch wenn es schon so lange ausgestorben ist. Für die für das System vorgesehene, zusätzlich betreibbare Lok sind nur zwei Bauteile nötig, heutzutage relativ günstig erwerbbar.

Und entweder legt man sich je ein Teil als Reserve zu, oder ist in der Lage, auch einmal selbst zum Lötkolben zu greifen und kennt sich einigermaßen mit möglichen Ersatzbauteilen aus, falls das defekte nicht mehr lieferbar sein sollte. Das Internet ist noch immer voll von Ratschlägen.


kfz-tech.de/YM633







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