Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z


Formelsammlung
Alle Tests
 F7 F9




Car-System 4


Kaum zu erkennen, das Stück umgedrehte Schiene, durch zwei Pfeile gekennzeichnet . . .


Nein, es folgt jetzt nicht noch eine dunkle Seite unseres Projekts. Am Ende werden wir eine sehr erfreuliche Nachricht haben. Eine neue, unglaublich viel einfachere und materialschonendere Methode der Montage für Sie haben, aber zuvor müssen Sie noch ein wenig an unserem Leidensweg dahin teilhaben.

Wir hatten zwar versprochen, auf dem eingeschlagenen Weg fortzuschreiten, liebäugelten aber gleichzeitig mit einem elektrisch leitenden Filament. Gibt es, vor wiegend in USA, dort recht günstig, aber irgendwie scheint der Weg nach Europa sehr teuer zu sein, teurer als das Produkt selbst.

Dann kam der Widerstand hinzu. Da hat jemand so ein Filament zwischengeschaltet, konnte aber dann mit 12 Volt eine LED direkt betreiben. In Spannung ausgedrückt wäre das dann ein Verlust von 12 auf 3 Volt. Rechnen Sie das einmal auf unsere Anlage um. Besonders die 18 Volt für DCC wären dann nur mit 72 Volt nötig.

Absolut unmöglich und auch nicht erlaubt. Pause, es gibt ja genug andere Aufgaben. Dann doch wieder geschaut, z.B. nach schmalem Kupferband. Ja das gibt es, aber so bronzehaft leuchtend kommt keine Straße daher. Schwarzes leitfähiges und womöglich auch noch selbstklebendes Band geben sowohl Ebay als auch das Internet nicht her.

Da probiert man mit den verschiedensten Kombinationen fast den ganzen Abend. Leider findet man zu 'leitend' auch 'nichtleitend', was diese enorme Menge von mit schwarzem Kunststoff überzogenen Leitern mit sich bringt. Und wieder der Hinweis auf schwarze Farbe die vielleicht leitend sein könnte, aber wie lange überleben diese die Schleifer aus Kupfer?

Der Weg zum Ziel ist auf ganz ungewöhnliche Weise entstanden. Wir haben im Buch 'Modellbau 3' Kapitel 'Car 1' über dieses phänomenale Magnetband berichtet, das sich jemand statt des Drahtes und der viel teureren Magneten von Viessmann unter die Fahrbahn geklebt hatte. Von dem hatten wir uns ein Stück gekauft.

Gesucht, dank der neuen Ordnung auch relativ rasch gefunden. Das Band ist zwar herrlich schwarz, auf unseren Straßen fast unsichtbar, aber leider ist sein Magnetismus mit Kunststoff verkleidet. Also wieder nichts. Und dann hat man zufällig so eine der Schienen verkehrt herum in der Hand und wie es der Teufel so will, sieht die Rückseite richtig gut aus.

Können Sie sich das vorstellen? Ein Material, mit dem man schon die ganze Zeit arbeitet, nur um 180° verdreht einbauen und die Schiene deckt sich viel besser mit der Oberfläche der Straße. Dem entsprechend versucht man dann wieder, mit der anfangs leicht einzuführenden Schiene weiter zu kommen, aber spätestens an der zweiten Ecke hakt es wieder.

Nun gut, bis hierher freut man sich schon einmal an dem Effekt auf der Oberfläche der Straße, nimmt also diesmal geduldig Schmirgelpapier und dann auch diese kleine Flex von Dremel zur Hilfe, um die Ecke zu entschärfen. Dann noch die Zange für mehr Gewalt dazu und schon sind beim Abrutschen wieder die Finger in Gefahr.

Sie werden es wiederum kaum glauben, aber irgendwann sitzt man da, das Kurvenstück in der Hand und die Schiene darauf platziert. Ja, das wäre toll, wenn man die Schiene einfach von oben in die Nut eindrücken könnte. Vorher ging das nicht, weil es ja mit der breiten Seite nach unten montiert wurde.

Sie ahnen es vielleicht schon, diesmal ist es überhaupt kein Problem. Nur beim letzten Stück muss man mit der Kombizange leicht nachhelfen. Die Zange hinterlässt allerdings eine helle Stelle. Deren Greifen werden also mit Kreppband entschärft werden müssen. Aber die Freude ist groß, denn so ist die Montage der gesamten Bahn gleich ein Kinderspiel.

Im Klartext: Wir haben eine Lösung gefunden, die keines Zukaufs bedarf, sind sogar so eitel, zwei Kurvenstücke neu zu drucken, die bei der vorigen Montageart etwas gelitten haben. Setzen wir noch den unterlegten Kupferdraht von der Mitte der einen so etwa zur Mitte der anderen Schiene voraus, dann müsste die Montage eigentlich unglaublich leicht möglich sein.







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller