Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z


Formelsammlung
Alle Tests
 F7 F9




Car-System 3



Man soll in einem Tagebuch auch die dunklen Seiten eines Projekts nicht verschweigen. Mit unserer Erfindung befinden wir uns momentan in so einem Tal. Es will einfach nicht gelingen, die im Kapitel 'Car- System 1' gezeigte Bahn fertig zu stellen.

Woran es hakt? Wieder einmal ein Fehler, den wir zwar schon erwähnt haben, aber anfangs gar nicht so sehr beachtet haben. Unser ach so teures CAD-System schneidert Ecken in die Rundungen und genau dies sind wichtige Störungen, wenn man die Schienen einschieben will.

Bei den graden Stücken gelingt das einigermaßen gut. Man muss halt nur, wie schon erwähnt, darauf achten, dass der Kupferdraht immer unter den Schienen platziert ist. Das Verrutschen des Drahtes beim Einschieben der Schienen haben wir behoben, indem wir den Draht von beiden Enden des zweipoligen Kupferdrahts nehmen und erst am Ende abschneiden.

Aber die Bögen, die machen Ärger. Vielleicht hätten wir die Nuten hier noch ein wenig breiter machen sollen, aber andererseits sollen die Schienen ja so wenig wie möglich auffallen. Statt einer Rundung besteht unsere äußere Bahn aus sechs graden Stücken. Eine davon wird so etwas durch die Schienen des vorigen Teils belegt, bleiben noch knapp fünf.

Da können Sie schieben wie Sie wollen, an den verbleibenden vier Ecken ist es einfach schwierig. Zunächst haben wir es von Hand versucht, wobei sich das Ende des einzuschiebenden Stück unschön in die Hand bohrt. Dann haben wir die Stelle abgepolstert, aber irgendwie kriegen wir die Kraft nicht einigermaßen restlos in die Schiene hinein.

Schlimm war die Zeit, in der wir die Kombizange benutzten. Damit waren wir zwar etwas erfolgreicher, aber wehe, wenn wir abrutschten. Dann war, auch durch die anderen drei hervorstehenden Schienen, irgendeine Verletzung fällig. Es folgte logischerweise eine gewisse Pause in diesem Projekt.

Dann die Idee mit dem Impuls. Erstaunlicherweise vermag ein kleiner Hammer zum einen mehr Distanz und zum anderen mehr momentane Wirkung zu entfalten. Allerdings neigt die Schiene sich, solange sie noch weit draußen ist, relativ leicht zu verbiegen.

Immerhin arbeiten wir auch hier schon an der Lösung. Wir haben unseren ganzen Trödel nach einer dünnen metallenen Leitung durchsucht und sind bei einem nicht gebrauchten Teil einer Entlüftung für eine Diesel-Einspritzung fündig geworden. Daraus entstehen zurzeit mindestens ein längeres und ein kürzeres Rohr, was das Verbiegen der Schiene verhindert.

Inzwischen schweifen die Gedanken weiter, nach dem Motto, was wäre wenn ... Ja, wenn das Einschieben leichter vonstattenginge. Voraussetzung, der metallene Teil für die Führung der Lenkung könnte von seiner Aufgabe, Strom auf das Auto zu übertragen, entbunden und damit tiefer und in einer fülligeren Umgebung angeordnet werden.

Wir haben zwar schon brünierte Röhrchen als Ersatz für die Schiene im Visier gehabt, aber wir wollen gleichzeitig auch einen Fortschnitt bei der Nicht-Erkennbarkeit der Schienen erzielen. Und hier haben wir zurzeit einen Favoriten, nämlich elektrisch leitendes Filament, das es auch in schwarzem PLA gibt, also exakt dem gleichen Stoff, aus dem unsere Straße ist.

Man sagt solchem Filament nach, dass es den Strom nicht besonders gut leiten würde, aber was wäre, wenn die Weiterleitung des Stroms durch mit eingegossenes Kupfer- oder gar Eisendraht geschehen würde. Dann wäre die Strecke durch das Filament unendlich kurz. Und ein wenig Verlust wäre für die Modellautos nicht so tragisch, wohl auch nicht schädlich für DCC.

Es ist zwar trotz Einsteiger-Rabatt mehr als sechs oder sieben Mal so teuer wie gewöhnliches schwarzes Filament, aber wir sind wild entschlossen, Versuche damit zu machen. Dabei könnten wir auch unseren 3D-Drucker und seine Software näher kennenlernen, z.B. die Funktion der Haltepunkte mit möglichem Filament-Wechsel.

Aber keine Angst, wir haben uns dieses Folgeprojekt vorerst versagt. Egal was uns noch für Schwierigkeiten ins Haus stehen, vorher wird die komplette Versuchsbahn so fertiggestellt, dass zumindest ihr einwandfreies Funktionieren sichergestellt ist. Erst dann winken weitere Versuche als Belohnung.







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller