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3D-CAD 1



Wie hatten wir auch noch das Kapitel 'Car-System 4' beendet? Von einer unglaublich leichten Montage gesprochen? Das Wort 'Kinderspiel' benutzt? Sie ahnen es vielleicht schon, obwohl sich das nur auf das Auslegen der Fahrbahn bezog, war es ziemlich übertrieben.

Allein schon die Befreiung des Klingeldrahtes von seiner Umhüllung. Nun haben ich schon eine ziemlich Spannweite, aber die reichte noch nicht einmal für die Hälfte der Strecke. Denn nachfassen wollte ich eigentlich nicht, den Draht so gerade wie möglich halten.

Also dann eben mit der Hälfte frisch ans Werk, immerhin lagen die Fahrbahnstücke ja schon einigermaßen parat. Draht einlegen ging noch ganz gut, aber dann wurde es plötzlich schwierig. Ohne Draht hatten sich die Schienen verkehrt herum relativ gut einclipsen lassen, aber jetzt.

Nein, irgendwie scheint das so nicht zu halten. Die Schienen stehen zu weit vor. Der Draht bleibt nicht ruhig ganz unten in den Nuten liegen, sondern drückt die Schienen leicht hoch. Wir werden also eine andere Lösung finden müssen ohne Draht unter den Schienen, denn allein lagen die gut.

Angedacht ist, den Draht außen herum zu führen und dann seitlich ein Stück weit einzufädeln versuchen, natürlich nicht beiderseits neben die gleiche Schiene. Mal sehen, wie das klappt. Um die Zeit des Denkens zu nutzen, fingen wir an, die Vorderachse zu vervollständigen.

Leider machte die Handbohrmaschine direkt schlapp, weil sich noch nicht einmal einen 1,5 mm Bohrer einspannen ließ. Wir sind schließlich mit etlichen Versuchen des Vorkörnerns mit Stahlnagel und kleinem Hammer bei der Drehmaschine gelandet. Die nahm den kleinen Bohrer immerhin auf.

Auch die nunmehr komplett demontierte Vorderachse ließ sich noch einigermaßen fest einspannen, aber schon dessen Höheneinspannung stellt auf der Drehbank ein Problem dar. Und ohne Vorkörnern verläuft auch hier der Bohrer, der ja ohnehin nur einen Ansatz für unsere kleinen Schrauben bieten sollte.

Zum Schluss haben aufgegeben, denn auch die Schrauben taten sich schwer, selbst einen geraden Weg durch den Vorderachskörper zu finden. Und wo landet man dann? Der Titel dieses Kapitels verrät es, beim 3D-Drucker. Der schafft dann auch die nötige Genauigkeit und erspart viel Fummelei.

Oben sehen Sie das ungeschönte Ergebnis des ersten Prototyps, immer oben das Original und darunter der Nachbau. Die Schräge und elegante Rundung von Bild drei konnten wir nicht mitmachen, weil wir das Teil genau auf dieser Seite gedruckt haben. Der 3D-Druck hätte also in der Luft gehangen.

Gedacht ist also, dass wir diese Kleinigkeiten nachher mit einer Feile nacharbeiten. Immerhin haben wir erreicht, was wir wollten, nämlich die beiden Zusatzbohrungen. Wir werden prüfen, ob sie nicht für unsere kleinen Schrauben etwas zu groß sind.

Auch zugegeben, das der Abstand für die Achsschenkel noch deutlich zu gering ist, aber Abweichungen zwischen 3D-CAD und Druck sind normal. Immerhin sind die Bohrungen für die Achsschenkel schon so, dass sich diese bewegen lassen.

Letztlich haben wir für die Zeichnung in 3D weniger Zeit gebraucht als für das ganze Probieren vorher. So langsam wächst der Drucker ans Herz, freilich mussten wir uns erst kennenlernen.








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