Verschnaufen

kfz-tech.de/YM60
Bevor es mit der Weihnachtsrallye weitergeht, hier ein kurzer Moment zum Verweilen. Passt ja auch gut zur Adventszeit, die gerade erst begonnen hat und diesmal besonders kurz ist, weil der vierte
Advent und Heiligabend zusammenfallen.
Bei uns ging es immer zu Weihnachten besonders stürmig zu. Wir haben viele große Projekte gestemmt, z.B. zwei Häuser gebraucht gekauft und umgebaut, eins davon sogar sehr grundlegend. Aber
Weihnachten musste ein nicht unwesentlicher Teil geschafft sein.
Weihnachten, nicht Sylvester oder Neujahr, damit man sich in der Woche dazwischen so richtig an dem Fortschritt erfreuen konnte. Heute bezieht sich das fast nur noch auf die Modellbahn. Und es gibt hier
einen ganz wesentlichen Unterschied.
Bevor wir den erklären, hier noch ein Blick auf den gestrigen Tag. Es ging um den Bau des Untergestells für unsere Modellbahn, Metallstreben mit Rollen und dicken Spanplatten oben drauf. Alles schien zu
Beginn nach Plan zu laufen, knapp genug Material und kaum Anforderungen an das Werkzeug.
Und wie dann die beiden Längsseiten so in dem Zimmer liegen, wo sie auch künftig ihrer Aufgabe gerecht werden sollen, kommen plötzlich Zweifel auf, ob 4,6 m nicht doch ein wenig zu viel des Guten sind. Zu
nah am Bett, zu wenig Durchgang.
Nun gut, wir haben uns da etwas vorgenommen, was z.B. im Vergleich zu der oben gezeigten Anlage gewiss eine Herausforderung darstellt. Die haben 44 m2 Grundfläche, wir bei 4,6 m * 1,8 m
etwas über 8 m2, wohlgemerkt bei zumindest gleicher Länge und Anzahl von Zügen.
Und jetzt kommen wir zurück zum Thema 'Weihnachtsrallye'. Setzt man sich jetzt unter Druck, fällt man schnell eine Entscheidung und ist vielleicht später unglücklich. Es ist aber der grundsätzliche Vorteil des
Themas 'Modellbahn', nämlich dass es vom Prinzip her eben nicht unter Druck setzt.
Und das sollte man unbedingt beibehalten. Hat man im Moment ein Problem oder mehrere, dann gönnt man sich die Zeit, dafür eine Lösung zu finden, die einen zufrieden stellt. Im Prinzip zwingt einen ja niemand,
besonders
terminlich, außer man tut es selbst.
Es gibt nicht viele Hobbies mit einem derartigen Charme. Wenn man z.B. Klavier spielt, dann steht man schon unter dem Druck dem, in diesem Fall männlichen Klavierlehrer jede Woche zumindest etwas
Neues bzw. Können zu präsentieren.
Was wäre hier die geeignete Lösung: Ran an unser gerade wiederentdecktes Computerprogramm und versuchen, die ganze Anlage zu zeichnen, vielleicht direkt mit dem neuen Traum-Maß von 4,49 m. Geht
das überhaupt noch mit den von uns geforderten Zuglängen zu realisieren?
Klar, wir müssten ein weiteres Prinzip aufgeben, nämlich alle Schattengleise gleich lang zu machen. Aber es deutet sich bisher schon an, dass für wenige Güterzüge sogar eine Überlänge möglich wäre. Wir
müssten nur die einzelnen Schattengleisen den Zügen fest zuordnen, macht vielleicht auch Sinn.
Und wie Sie uns vielleicht mittlerweile kennen, versuchen wir trotzdem, die oben gestellte Frage, wenn auch fundiert, rechtzeitig zu klären, um dann trotzdem noch zu versuchen, Weihnachten einen fertigen
Tisch zu präsentieren. Denn Bücher über den Modellbau zu schreiben und laufend teilweise zu veröffentlichen, ist eben doch noch eine andere Nummer.
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