So könnte es gehen 1

Nein, dieses Kapitel 'Fertig' zu nennen, haben wir uns nicht getraut. Wer weiß, was uns noch alles einfällt. Garantien gibt es hier nicht. Zu oft haben wir unsere Pläne schon geändert. Es bedurfte ganzer vier
Bücher, um im fünften dann zu dieser (Teil-) Lösung zu kommen.
Doch wir sind zuversichtlich, dass es sich lohnt, Ihnen diese zu erklären. Zunächst einmal müssen wir ein Geständnis ablegen. Dieser Entwurf ist nun nicht mehr 5,60 m lang, sondern 5 mal 0,92 m = 4,60 m.
Das sind fünf unserer schon erwähnten Feder- und Nutplatten ineinandergeschoben.
Diese sind 2,05 m lang und müssen nur noch an einer kurzen Seite geschnitten werden. Da bleibt dann ganz rechts ein 35 cm langes Stück übrig und das bildet dann den Anfang der zweiten Lage. Diesmal
sind 70 cm zu viel und so geht es weiter bis zur letzten Lage, die mit 1,4 m beginnt.
| Die Verarbeitung ist ähnlich der beim Verlegen von Laminat. |
Warum haben wir verkürzt? Das Hauptproblem war die Beschaffung der erforderlichen Schienen. Rechnen Sie mal: Bei 90 Gleisen mal 19 hätten 1.710 vorhanden sein müssen. Mit viel Kauflust bei allerdings
kleinem Budget haben wir bis jetzt ca. 650 beschaffen können.
Es existieren zwar noch fast 400 Schienen neuerer Art, aber die sind eigentlich den sichtbaren Streckenteilen vorbehalten. Wenn wir von einem Bahnhof mit langen sechs Gleisen ausgehen, dann ist schon
mehr als die Hälfte davon verbraucht. D.h. solche Gleise sind eigentlich viel zu schade für einen Schattenbahnhof.
Natürlich hätten wir unsere Bestände an geraden Pappschienen deutlich stärker erweitern können, wenn wir denn die Preise bezahlt hätten. Das Kapitel 'Ebay - erfreulich' kann Zeugnis ablegen, wie sehr wir
uns um Begrenzung der Preise bemüht haben.
Natürlich darf man dann vor Rost keine Scheu haben, des Öfteren auch charmant 'Flugrost' genannt. Zum Glück ist der Mittelleiter am meisten betroffen, senkt die Preise und wird bei uns ohnehin nicht
gebraucht. Aber im Durchschnitt nur 0,36 € pro Schiene zahlen zu wollen und dabei auch noch auf das Porto zu achten, ist schon ein hartes Brot.
Die Anlage soll am Ende eben nicht Tausende von Euro kosten. Wir glauben einfach nicht an einen hohen Wiederverkaufswert und/oder besonders viel Engagement der Erben. Es reicht aber auch so für
unsere Träume von den langen Zügen. Die allermeisten bei YouTube sind deutlich kürzer.
Vorbild ist und war die E-Lok mit neun Personenwaggons, also weniger als 2,5 m und noch ein wenig zusätzlicher Platz, weil die Gleise so eng beieinander sind. Das müsste mit 14 graden Geisen machbar
sein, 5 pro Gleis und 450 insgesamt weniger. Nun gut, da fehlt immer knapp die Hälfte am Bestand.
Jetzt betrachten Sie bitte einmal unser schönes Grundgerüst. Obwohl die Beine gegeneinander und nach oben hin abgestützt sind, bleibt die Mitte frei, um an die Schattenbahnhöfe zu kommen. Von oben wird
dann mit gut 4 mm für die Gewindestäbe gebohrt, weiter kurz mit 8 mm zum Versenken der Muttern.
Um auch hier Kosten zu sparen, nehmen wir immer nur die Hälfte der 1 m Länge. Wie müssen also unterhalb der Platten mit gut 0,48 m Höhe auskommen. Bleiben wir bei 30 Gleisen, brauchen wir allein für
die graden Gleise 15 mal 30 geteilt durch 2 gleich 22,5 Stangen.
Dann werden die Rundungen für die beiden Wendeln ausgeschnitten, diesmal Gewindestangen in voller Länge: 24 mal 2 = 48. So und dann mit der Konstruktion der beiden oberen Schattenbahnhöfe begonnen.
Wer sagt denn, dass wir dann nicht den untersten trotz möglicher Anbindung an die Wendeln erst einmal frei lassen?

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