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Neue Kupplungen



Vor dem Drucken noch auf den Kopf stellen.

Eigentlich passt das hier gar nicht hin und zeitlich schon gar nicht. Wir sind nämlich inmitten des Baus des Grundgerüsts für unsere Modellbahn. Endlich mal was Handfestes und nicht nur immer diese Übungsanlagen.

Da sitzt man abends gemütlich, etwas erschöpft vom Tag, und es kommt einem dieses YouTube-Video des Wegs. Und schon wird der Apparat der Ideen wieder angeregt, der übrigens überraschend unabhängig funktioniert, sich z.B. nicht abschalten lässt.

Worum geht es? Vordergründig hat jemand den Zügen das ruckhafte Fahren abgewöhnt. Die Idee dahinter ist aber eigentlich die Vervielfachung der Kontakte zur Schiene. Und die wiederum soll gewährleistet werden durch stromführende Magnetkupplungen.

Und damit daraus ein kostengünstiges Projekt wird und man nur noch die Magnete in großer Stückzahl kaufen muss, stellt Alex Modellbahn im Stummi-Forum eine stl-Datei zur Verfügung. Oben sehen Sie diese schon in unserem Qidi-Print, also bereit, gedruckt zu werden.

Was kann die? Zunächst sehr wichtig, sie passt mühelos in den NEM-Normschacht, den es übrigens auch von Alex Modellbahn gibt, ist also gegen eine andere Kupplung austauschbar. Je nach Magnet muss man die beiden Öffnungen noch ein wenig aufbohren.

Wir haben auf Anhieb 3 mm mal 10 mm Stabmagnete aus Neodym zu einem Preis von 12,14 € für 100 Stück gefunden. Das ergäbe ca. 0,25 € + Filament, ein unschlagbarer Preis, der es uns ermöglichen würde, unsere gruselig vielfältige Sammlung von Kupplungen mit einem Schlag zu vereinheitlichen.

Aber vielleicht kommt es sogar noch besser. Jedenfalls hat der übernommene Druck noch einen Vorteil, nämlich in Form von einer kleinen Nut innerhalb der Bohrungen, in die ein Silberdraht eingelegt und dann erst die Magnete eingeschoben werden.

Natürlich ist auf deren Polung zu achten. Aber was fangen wir jetzt mit den Kabeln an, die wir an den Silberdraht löten? Na ja, erst einmal könnte Strom von der Lok aus durch den ganzen Zug gehen, ein Ausgang des Lokdecoders oder direkt das komplette DCC-Signal von den Schienen.

Rein theoretisch könnte jetzt jeder Waggon seine eigene Adresse erhalten. So wäre also bei so einem Zug die Beleuchtung einzeln schaltbar, Güterzüge möglicherweise unbenutzt durch zu schleifen und dem letzten Waggon eine Schlussbeleuchtung geben.

Man könnte aber auch die Magnetkupplungen ohne Elektrik benutzen und den letzten Waggon über die Räder die Schienen abgreifen lassen. Zur Sicherheit den vorletzten mit hinzunehmen und über eine elektrische Magnetkupplung übertragen.

Womit wir bei den ruckfrei laufenden Loks wären. Es bestünde nämlich zusätzlich noch die Möglichkeit, die Drähte innerhalb der Waggons mit Achsen zu verbinden, die jeweils einseitig mit einer Schiene verbunden wären.

Nein, die Methode, Draht um die Achse zu wickeln, hat eventuell den Nachteil der Schwergängigkeit. Dies wäre in jedem Fall zu prüfen. Es geht aber noch anders, nämlich durch eine angelötete leitende Hülse, die über die Achse gestülpt wird.

Können Sie sich das vorstellen, eine Lok, die über den kompletten Zug hinweg mit Strom bzw. Signal versorgt wird? Wann sollte die denn jemals noch Kontaktschwierigkeiten haben? Das ist eigentlich gemeint mit 'ruckfrei'.

Und da wir es schon fast gewohnt sind, einen draufzusetzen, tun wir das auch diesmal. Sie haben schon begriffen, dass in jedem Waggon Strom bzw. Signal vorhanden sind. Wie wäre es, statt der Neodym-Magneten elektrische zu verwenden?

Dann würden wir diesen umstrittenen Werkstoff einsparen, Geld sowieso und könnten, zusammen mit der gesicherten Stromversorgung jederzeit und an jedem Ort Teile des Zuges ab- und wieder ankuppeln. Ob das möglich ist? Wir werden es herausfinden, aber frühestens nach Ostern oder noch später . . .







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