Grundsätzlich 3

kfz-tech.de/PM53
| Zweiter Traum, ein Car-System ohne Akkus mit DCC |
Vielleicht ist es ja für Sie interessant, was wir selbst mit dem Hobby Modellbau erreichen wollen, obwohl es zusammen mit dem Schreiben der Bücher längst dem Anfangsstadium entwachsen ist. Die
ursprünglichen Ideen haben sich enorm erweitert.
Wir gehen also hier von den jetzigen Absichten aus und beginnen ganz profan mit der Neuordnung unserer Kellerräume. Jetzt werden Sie fragen, was das denn mit Modellbau zu tun hat. Wir haben am Anfang
auch so gedacht, aber glauben Sie, es hat sich tatsächlich so entwickelt.
Vielleicht sind ja Ihre Kellerräume ein wenig stiefmütterlich behandelt. Bei uns entstand auf einmal der Wunsch nach einer größeren Anlage und die passte nicht in den ursprünglich dafür vorgesehenen Raum.
Damit mussten dann schon zwei von denen umgebaut werden statt einer.
Aber das reichte noch nicht, denn auch der ursprünglich vorgesehene Raum musste trotzdem seine Nutzung ändern, nämlich Reparatur mit Versuchsbahn, Drehmaschine, 3D- und Laserdrucker aufnehmen. Es
kam nicht ganz so, aber die ursprünglichen Werkzeuge zur Kfz- und Hausreparatur mussten raus.
Vielleicht reicht das schon, um zu erklären, dass plötzlich fast der ganze Keller zur Disposition stand. Und bei der Gelegenheit renoviert man auch, denn die kommt so schnell nicht wieder. Abgehakt, wir haben
auf einmal einen viel freundlicheren und gemütlicheren Keller.
Als zweiter Grund für dieses Hobby entpuppte sich unser immer schon vorhandenes Interesse für Digitalelektronik und Programmierung, natürlich auch schon lange Zeit gepflegt durch unsere Internetseiten,
deren Programmierung und des beinahe kompletten Hintergrundprogramms zu deren Erstellung, Veränderung und sehr raschen Hochladung.
Endlich mal auch die Praxis dazu, nicht immer nur am Schreibtisch sitzen, was man ja Programmierern so oft nachsagt. Vorgehensweisen verstehen, die andere erfunden haben, sich nach einem Protokoll
richten müssen, eventuell sogar Kompatibilität herstellen müssen.
Damit wären wir bei den rein mechanischen Fähigkeiten. Wir hätten nie gedacht, dass wir so viele Anfangsschwierigkeiten mit dem Abdrehen vorhandener Kunststoffräder haben würden. Aber die für uns enorme
Investition wird uns zwingen, das zu lernen. Übrigens ist auch Löten auf sehr engem Raum gar nicht so einfach.
Überhaupt nicht gedacht hätten wir, dass wir einen 3D-Drucker entweder reparieren oder zum Bastler-Preis wieder zurück ins Internet setzen müssten. Und auch das recht professionelle 3D-CAD nötigt uns
einiges ab. Ergebnis: Manches war deutlich schwieriger als zuvor gedacht.
Es gibt Felder, die wir noch gar nicht betreten haben. Diese werden symbolisiert durch das im Kapitel 'Geschunden' gezeigten Gehäuse einer Diesellok. Es ist wirklich schön, eigentlich zu schade zum
Wegwerfen. Jetzt grübeln wir doch tatsächlich schon tagelang über eine Rettung nach.
Das Füllen der Löcher durch Beschneiden von Teilen oder solchen aus dem 3D-Drucker (nach mehreren Versuchen) könnten wir uns noch vorstellen. Aber die Farbe ist das Problem. Das ist so ein feines
Mattrot. Hat man eine Chance, das so hinzukriegen, dass man wirklich keinen Farbunterschied sieht?
Wir denken, nein. Dann die Methode, das weitgehend intakte Dach abzuschneiden und den Mittelteil komplett neu zu konzipieren, möglich mit Filament der gleichen Farbe. Aber wie viel davon müssen wir
bestellen, bis wir die Farbe überhaupt auch nur annähernd erreichen? Vielleicht hätten wir am Ende dafür eine intakte, gebrauchte Lok bekommen.
Ratlosigkeit macht sich breit, wie immer in ganz bestimmten Phasen unserer Projekte. Käme es immer nur auf das Ausleben von Kreativität an, könnten wir die Kosten aus dem Auge verlieren. Aber das wollen
wir nicht. Eigentlich machen wir trotzdem den ganzen Kram hauptsächlich, um unsere Fähigkeiten zu erweitern und uns das am Ende zu beweisen.
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