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Mercedes-Unfallforschung 4


Deutsche Untertitel möglich . . .


kfz-tech.de/YMB11

Die Unfallzahlen sind seit Jahren rückläufig, besonders gut an der Zahl der im Verkehr Getöteten zu sehen, z.B. 1980 ca. 13.000, heutzutage ca. 3.000. Wenn das kein Fortschritt ist. Aber ruhen lassen können einen die 3.000 auch wieder nicht.

Und dann gab es einen Bereich, in dem die Zahlen vor knapp zehn Jahren sogar stiegen, nämlich bei den Transportern. Der Mercedes Sprinter gibt dieser Klasse zwar gern seinen Namen, nicht aber dem gestiegenen Risiko. Es dürfte interessant sein, nach den Ursachen zu fragen.

Dazu muss eine bei Mercedes in dieser Intensität wohl einmalig auf der Welt tätige Truppe sein, die Unfällen nachgeht, die mit Produkten der Firma passiert sind, unabhängig von der Schuldfrage (Video ganz unten). Dazu nimmt man schon etwas weitere Wege in Kauf, wenn auch nicht am gleichen Tag.

Immerhin hat man einen oder zwei Tage später auch Zeit, nicht nur das Fahrzeug z.B. beim Verschrotter zu analysieren, sondern auch mit Beteiligten zu reden, die das in der Regel ziemlich bereitwillig tun, ja es sogar gut finden, dass sich der Hersteller so um die eigenen Fahrzeuge kümmert.

Der Grund für das ganze aufwendige Unterfangen ist natürlich, die Ergebnisse in die Konstruktion von Neufahrzeugen einfließen zu lassen. Und was hat das mit den Unfällen bei den Transportern zu tun? Die Unfallforschung ist seit 1969 tätig und galt bislang für alle Mercedes. Für diese Problemfälle hat man aber eine neue Abteilung gegründet.

Die Fahrzeugklasse steht ja auch unter besonderen Bedingungen. Bis zu 3.500 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gilt der allgemeine Führerschein, obwohl es sich hier schon um schwieriger zu beherrschende Fahrzeuge handelt. Die Fahrer/innen sind eher jung, vielleicht risikobereiter und wechseln häufig, die Wagen selbst überraschend schnell.

Dazu braucht es nur noch ein wenig Termindruck und die Ingredienzien zum größeren Risiko sind versammelt. Hinzu kommen die gegenüber allen anderen Mercedes ungünstigere Sitzposition und ein Fehlen der für Lkw geltenden Ruhezeiten. Es macht offenbar Sinn, diese Gruppe und deren Fahrzeuge gesondert zu betrachten.

Vorteilhaft ist, dass dieser Fahrzeugklasse inzwischen alle Goodies der anderen Mercedes zufließen. Da stoppt das Fahrzeug ohne Zutun des/der Fahrers/in, wenn z.B. ein Fußgänger die Fahrbahn betritt. 360°-Kameras zeigen bei Kastenwagen auf, wenn eine Sache oder Person im Weg zu einer angestrebten Fahrtrichtung ist.

Eine besondere Kamera kann den/die Fahrer/in beobachten und diesen ob einer fortgeschrittenen Müdigkeit warnen. Das ist das Stichwort für eine weitere Gruppe von Assistenten. Warnung vor Querverkehr, Verlassen der Spur ohne Blinker und gefährliche Türöffnung sind dafür gute Beispiele.


Was vielleicht nicht so bekannt ist, Mercedes hat zusammen mit Continental schon seit 1968 Versuche zum Autonomen Fahren durchgeführt und 2023 als erster Hersteller in Deutschland die Lizenz erhalten, bis 60 km/h im Staubereich von Autobahnen Fahrzeuge nach Level 3 fahren zu lassen. Spürbar ausgebaut wird das bestimmt auch ein Beitrag zur Unfallverhütung werden.








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