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  Getriebe - Kupplungstausch



Ohne Hebebühne ist fast alles möglich, aber in unserem Fall hier wohl doch recht schwierig. Also gehen wir einmal von einer vorhandenen oder von einer Grube aus. Auch wäre ein Getriebeheber nicht schlecht, besonders, wenn man alleine ist. Und dann noch klären, ob man das Werkzeug für die Spezialschrauben hat. Für eine einzige Reparatur lohnen sich große Anschaffungen in diesem Bereich nicht.


Ein Blick in die Vielfalt von Werkzeug.

Es gibt grundsätzlich vier verschiedene Möglichkeiten, an die Kupplung heranzukommen:

1. Das Getriebe ausbauen, bei Quermotor einschließlich Achsantrieb.
2. Nicht das Getriebe, sondern den Motor ausbauen, z.B. beim VW-Käfer.
3. Motor und Getriebe zusammen ausbauen, z.B. beim Porsche.
4. Nur die Kupplung ausbauen.

Ja, man glaubt es kaum, aber es hat tatsächlich in der Kfz-Geschichte z.B. Fahrzeuge von Opel gegeben, da konnte man nach Abbau eines Deckels an der Seite der Kardanwelle die Eingangswelle zum Getriebe so weit herausziehen, dass man die Kupplung zwischen Motor und Getriebe demontieren und herausnehmen konnte. Vergessen Sie das aber ganz schnell wieder.


Typisches Getriebe mit Achsantrieb für Frontantrieb mit Quermotor.

Die heutzutage mit Abstand häufigste Methode ist die des Getriebeausbaus. Hierzu ist, wie bei fast allen Arbeiten am Kraftfahrzeug, die Batterie abzuklemmen. Hilfreich, wie immer, ist eine Information über diesen Vorgang, ob nämlich bestimmte Codierungen nach Wiederanklemmen z.B. für das Radio nötig sind.


Typisches Getriebe mit Achsantrieb für Frontantrieb mit Längsmotor.

Logisch: Beim Quermotor mit Frontantrieb wird das Getriebe zu seiner Seite hin ausgebaut. Das ist in aller Regel in Fahrtrichtung die linke, kann aber auch die rechte sein, z.B. bei Honda. Beim Längsmotor mit Front- oder Hinterradantrieb geht das Getriebe nach hinten raus. Es hat auch Fälle z.B. bei Renault gegeben, da war das Getriebe vor dem Motor angeordnet. Aber vergessen Sie auch das.


Typisches Getriebe ohne Achsantrieb für Längsmotor und Hinterradantrieb.

Bei Frontantrieb müssen in jedem Fall die Gelenkwellen zu den Rädern ausgebaut bzw. gelöst werden. Bei Allradantrieb und Hinterradantrieb ist auch noch die Kardanwelle abzuflanschen. Ein querliegender Frontmotor ist in jedem Fall abzustützen, weil die getriebeseitige Befestigung des Antriebs an die Karosserie abgebaut werden muss. Also muss irgendeine Stange oder ein Balken (Bild unten) ohne Lackschäden quer über den Motorraum, an dem man den Motor befestigen kann.


Stützen direkt unter der Ölwanne sind megaout, weil die sich dabei Beulen oder Risse einhandeln kann bzw. man die nötige Bewegungsfreiheit in horizontaler oder vertikaler Art verliert. Beim Längsmotor ist die Frage, wie weit seine beiden Stützen links und rechts nach vorne hin angeordnet sind. Er könnte im Zweifelsfall nach hinten kippen, Beschädigungen dabei nicht ausgeschlossen. Eine Besonderheit außer dem Abbau einer zusätzlichen Welle stellt der Allrad nicht dar. In aller Regel ist das auszubauende Teil durch das Verteilergetriebe schwerer.

Ach ja, die Schaltung muss ja auch noch ab, sei es ein Gestänge, das ausgehängt werden kann, oder ein Hebel am doppelten Bowdenzug kann ausgebaut werden. Ist der Nehmerzylinder der Kupplungshydraulik außen angebracht, kann man ihn in der Regel einfach abschrauben. Bei einem Nehmerzylinder in der Kupplungsglocke wird man wohl die Leitungen öffnen und die Bremsflüssigkeit ablassen, nachher wieder auffüllen und entlüften müssen.

Moderne Getriebe sind vor dem Ausbau sorgfältig auf elektrische Verbindungen und auch Masseleitungen zu kontrollieren. Erstere können u.U. leicht abgerissen werden. Spätestens wenn man den Anlasser abbaut, sollte die Batterie abgeklemmt sein, sonst funkt es gewaltig. Batterien können bei so einer Aktion sogar explodieren. So, jetzt müsste man sich erst der Antriebslagerung am Getriebe und danach den Schrauben rund um die Kupplungsglocke widmen.


Gleichmäßig ab- und anschrauben.

Das Getriebe läßt sich bisweilen nur bei leicht gekipptem Motor herausziehen. Wird es nachher wieder eingebaut, ist die Verlockung groß, Zwang anzuwenden, z.B. mit längeren Schrauben. Bitte nicht. Ist die Kupplungsscheibe ordnungsgemäß zentriert, muss das Getriebe auch von Hand einschiebbar sein. Zentrieren geht gut mit einem passenden Dorn, im äußersten Notfall auch durch genaue Beobachtung.


Im Bild oben sehen sie die Anwendung eines Dorns zur richtigen Zentrierung der Kupplungsscheibe. Wenn Sie das Bild darüber anschauen, sehen Sie den Weg, den die Eingangswelle des Getriebes bis in die Kurbelwelle hinein zurücklegen muss. Ist die Kupplungsscheibe davor nicht richtig zentriert und auch schon durch den angeschraubten Kupplungsautomaten festgeklemmt, ist es beinahe unmöglich, die Getriebewelle ohne rohe Kräfte einzuführen.

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Vor dem Einbau der Kupplungsscheibe deren leichte Verschiebbarkeit auf der Getriebewelle prüfen.


Dieses Automatikgetriebe erfordert zusätzliche Arbeitsschritte, die hier nicht beschrieben wurden. Unbedarft ausgebaut, kann einem z.B. Öl entgegenkommen. Es hat ja auch keine Kupplung in dem oben gemeinten Sinn.








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