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 2023 Fiat Topolino

kfz-tech.de/YFi29
Antrieb elektrisch, 6 kW (8 PS), 9 kW (12 PS) peak, Batterie, 5,4 kWh, 48 V, 60 kg, Reichweite, 75 km (WLTP), Rekuperation, Laden (AC), 230 V, 1,7 kW in ca. 3,5 h, Frontantrieb, quer, Radstand 1.730 mm,
Wendekreis, 7.200 mm, Aufhängung vorn McPherson-Federbeine, Aufhängung hinten Längslenker, Bremsen v/h, Scheiben/Trommeln, Lenkung, Zahnstange, Räder, 155/65 R 14, Länge 2.530 mm, Breite 1.390 mm,
Höhe 1.520 mm, Stauraum max., 63 Liter, Leergewicht 471 kg incl. Fahrer/in, 45 km/h, ab 2024, Kaufpreis, ca. 10.000 € (Italien).
Erstaunlich der Einfallsreichtum der Italiener. Und die Unbekümmertheit, mit der sie auf Historien zurückgreifen. Der Neue ist mit dem alten und dessen Bedeutung für die Reihe Topolino A, B und C nicht zu
vergleichen.
Das ist ein Wägelchen, das von Citroën unter der Bezeichnung 'Ami' entwickelt und dann an Opel übergeben wurde. Während der Wagen anfangs bei Citroën noch ca. 6.000 € + MWSt. kostete, waren es
bei Opel als Rocks-e
schon 7.000 €, im Moment sogar 8.000 €.
Durch Weglassen der Türen, einem Rolldach mit Koffer und Gepäckträger wird er wohl in Italien mit knapp 10.000 € angeboten. Zu solcher Fröhlichkeit, entsprechend Dolche Vita genannt, passt die Bemerkung,
dass es
sich hierbei um das Drittel eines normalen Autos handelt.
Natürlich ist das stark übertrieben, denn dann müssten solche in aller Regel gut 7,5 m lang sein. Er nimmt also eher die Hälfte eines normalen Pkw ein. Das Problem bestand für Fiat weniger in der Konstruktion
als vielmehr der Kunst der Abwandlung.
Und das ist den Italienern fast noch besser gelungen als den Deutschen. Zu vermuten ist aber, dass er dem Opel in Deutschland keine Konkurrenz machen wird. Er passt auch besser an den Strand von Rimini,
besonders in der offenen Version.
Vermutlich, weil die Kunststoffteile durchgefärbt sind, gibt es ihn immer nur in einer mintgrünen Farbe. Wenn wirklich Amani, Damiani, Maserati, Lorenzo Jachten und San Pelgrino am Design mitgewirkt haben
sollten, sind die Änderungen eher noch bescheiden.
Aber deutlich vorhanden. So sind Front und Heck nicht mehr identisch. Vorn ist der Topolino eindeutig als Kleinwagen von Fiat erkennbar. Neben einem zurückhaltenden Felgendesign fallen oberhalb des Armaturenbretts
die Rolle aus Stoff als geschmackvoll und der Ventilator als das Gegenteil auf.
Nein, verunfallen möchte man gerade mit diesem Auto nicht und sein Federungskomfort ist bescheiden. Aber die Höchstgeschwindigkeit relativiert sich, wenn man bedenkt, dass z.B. in Stuttgart generell
nur noch 40 km/h erlaubt sind.
Die Verkleidung außen und die Türen bestehen fast ausschließlich aus Kunststoff. Erstaunlicherweise ist die Fahrertür vorne angeschlagen und die Beifahrertür hinten. Man traut dem/der Fahrer/in eher zu, darauf zu
achten, dass man die Tür nicht während der Fahrt öffnet.
Jede Tür hat ein eigenes Schloss, was eine gewisse Sorgfalt beim Verlassen des Fahrzeugs erfordert. Ein zweiter Schlüssel ist für die Zündung. Da fehlt eigentlich nur das Weiterdrehen und das Geräusch des
Starters.
In der linken Tür ist das Ladekabel verborgen. Man muss sie also öffnen, das Kabel herausziehen und in eine Schuko-Steckdose in gut zwei Meter Reichweite einstecken. Dann ist in jedem Fall die Batterie wieder voll.
Danach fädelt man das Kabel wieder ein.
Winterreifen braucht das Fahrzeug nicht unbedingt, denn man kann unter dem Gefrierpunkt nicht mehr laden. Der Fahrersitz ist verstellbar. Beim Beifahrer bleibt in der Regel noch etwas Platz im Fußraum. Für so ein
kleines Auto sitzt man gewöhnungsbedürftig weit hinten.
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