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Fiat - Motoren 1



Gioacchino Colombo konstruiert den ersten Zwölfzylinder von Ferrari, aber Aurelio Lampredi (1917 - 1989) den zweiten mit den ersten großen Erfolgen. Er ist auch für die Vierzylinder der Formel 2 bei Ferrari zuständig. 1955 wurde er durch den von Lancia kommenden Vittorio Jano ersetzt.

Er beginnt die Zeit bei Fiat als Chef der Motorenentwicklung mit Nebentätigkeit bei Abarth, die bis 1977 dauert. Ob der Motor des Fiat 124 oder der des 124 Coupé bzw. Spider mit zwei obenliegenden Nockenwellen später als Lampredi-Motor bezeichnet wurde?

Jedenfalls entwickelt sich der Motor in den nächsten knapp 40 Jahren prächtig. Der Hubraum wächst von 1,4 bis auf gut 2 Liter, die Leistung angeblich bis zu gut 500 kW (700+ PS) bis in den Olymp der Vierzylinder, natürlich dann schon längst nicht mehr als Saugmotor.

Noch einigermaßen zivil ist der erste Entwurf mit zwei Nockenwellen im dreigeteilten Zylinderkopf, die direkt auf die V-förmig angeordneten acht Ventile wirken. Zugute kommt Lampredi, dass gerade der Zahnriemen als Antrieb für die Nockenwelle(n) erfunden und standfest gemacht worden ist.

Das macht den Motor schlank und leicht. Sein Vorgänger, der 1.600er von Osca (Maserati) treibt noch über eine Doppelrollenkette eine Zwischenwelle und von dort aus erst die Nockenwelle an. Erstaunlich ist, dass der Motor ohne große Veränderungen auch als OHV-Version produziert werden kann.

Der DOHC hat anstelle der untenliegenden Nockenwelle eine Zwischenwelle, so dass der Antrieb des Zündverteilers und der Ölpumpe an beiden Enden dieser Welle vom OHV übernommen werden kann. Irgendwann kommt der DOHC dann als Sechszehn-Ventiler.

Unerklärlich, warum der doch wenig auffällig konstruierte Motor so eine Karriere machen konnte. Fakt ist jedenfalls, dass er auch Aufladung in jeglicher Form vertrug. Nicht wenige halten diesen Motor für den erfolgreichsten im Motorsport.

Im Fiat 131 Rally Gruppe 4 brachte er es mit zwei Liter Hubraum und noch ohne Aufladung auf bis zu 170 kW (230 PS), womit die Weltmeisterschaften von 1977, 1978 und 1980 geholt wurden, letztere durch Walter Röhrl einschließlich der Rallye Monte Carlo.

Im Lancia 037 mit Volumex-Kompressor, quer als Mittelmotor eingebaut, ging dann die Entwicklung der Leistung erst richtig voran. Lohn der erfolgreichen Arbeit: Gewinn der Rallye-Weltmeisterschaft 1983. Im Lancia Delta S4 mit Vierradantrieb wird dann die Grenze von 400 kW (544 PS) überschritten.

Weitere Weltmeisterschaften mit dem Lancia Delta Integrale von 1987 bis 1992 kommen hinzu, auch der noch mit dem Lampredi-Motor. Das waren jetzt nur die Rallye-Fahrzeuge. Für die vielen Serienfahrzeuge reicht der Platz hier nicht. Entnehmen Sie diese bei den einzelnen Daten.







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