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 1910 Fiat Tipo 4

kfz-tech.de/PFi126
Fiat Tipo 4 35/45 HP, Reihen-Vierzylinder, 5.699 cm3 (110 mm * 150 mm), Motorsteuerung SV, Vergaser Einfach-Steigstrom, Zündung Bosch-Hochspannung, 33 kW (45 PS), Nenndrehzahl
1600/min, Frontmotor mit Hinterradantrieb, Viergang, unsynchronisiert, Kardanantrieb, Radstand 3.140 mm, Radaufhängung v/h, Starrachsen, Blattfedern, Bremsen, Trommeln, hinten, gestängebetätigt, Länge 4.330 mm,
Breite 1.550 mm, Leergewicht 1.600 kg, Verbrauch 26 L/100 km, ca. 75 km/h, 1910.
Die großen Errungenschaften dieser Zeit sind wohl der Monoblock-Motor und die Kardanwelle. Dieser Typ 4 musste allerdings offenbar von sechs auf vier Zylinder umgestellt werden, um von der neuen Technik
profitieren zu können.
Ansaug- und Abgasleitung sind in den Zylinderkopf integriert. Stand der Technik ist inzwischen längst die untenliegende Nockenwelle mit stehenden Ventilen. Die Kühlung arbeitet mit Wärmeumlauf und
entsprechend dimensionierten Rohren.
Auch bei großen Motoren gibt es nur einen Vergaser, bei dem allerdings, zusätzlich zur Zündverstellung, vom Lenkrad aus ein sogenannter Accelerator betätigt werden konnte, der vermutlich für fetteres
Gemisch beim Beschleunigen sorgt.
| In der Lamellenkupplung reibt Stahl auf Stahl. |
Zum Getriebe hin gibt es ein großes, als Ventilator ausgebildetes Schwungrad, das Luft durch den Motorraum zieht. Im Getriebe selbst entdeckt nur Gradverzahnung und kein H-Schema für die vier Gänge.
In dem Alu-Gehäuse hat die Vorgelegewelle vier Festräder. Die Eingangswelle trägt die verschiebbaren Kombinationen 1./2. und 3./direkter 4. Gang. Durch einen Hebel rechts neben dem Fahrersitz können diese
verschoben werden.
Die Kardanwelle verläuft, wie auch Achsantrieb und Achswellen, in einem durchgehenden, nur horizontal teilbaren Gesamtgehäuse. Dessen Aufhängung erfolgt zusammen mit einer Gelenkstelle am Ausgang
des Getriebes.
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