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 Bleibatterie 1



Bevor wir mit dem Thema beginnen, hier noch ein wichtiger Hinweis. Es gibt nämlich Leute, die nicht darauf achten, ob sie beim Selbsttun auch wirklich sparen, natürlich die ausgeschlossen, die aus Spaß an ihrem Auto basteln. Deshalb ist die Frage wichtig, ob mein Tun auf wirklich einen lohnenden Effekt hat oder nicht.

Wenn Sie also weder über ein Multimeter, noch über ein Ladegerät oder einen Batterietester verfügen, dann sollten Sie sich einmal die Kosten vor Augen führen. Lassen wir die Billigangebote einmal weg, so ist die Batterie eines renommierten Herstellers auch für einen Diesel der Kompaktklasse schon ab etwa 80 Euro zu haben. Natürlich haben wir hier jegliche Extras wie z.B. Start-Stopp-Automatik weggelassen.

In der Werkstatt müssen Sie dafür mindestens 50 Prozent draufschlagen, alles insgesamt sehr eng gerechnet. Ein Batterietester kostet aber genau diesen Aufpreis. Sie arbeiten also umsonst und müssen auch noch selbst umbauen. Wie gesagt, für Schrauber überhaupt kein Problem. Sie aber brauchen den Batterietester in der Regel frühestens nach acht Jahren wieder.

Allerdings sind die Geräte komfortabel und haben den Vorteil, dass auch der abgegebene Strom gemessen wird. Damit können Sie sicher sein, dass Ihre Batterie wirklich der Erneuerung bedarf. Sie entgehen damit der Möglichkeit, dass die Werkstatt nur in Ihre Reparaturdaten schaut und ab einer Haltedauer von sagen wir schon sechs bis acht Jahren quasi automatisch austauscht.

Auch können Sie damit sicher sein, dass im anderen Fall eine besonders hässliche Test-Variante unterbleibt, nämlich die des Startens mit blockiertem Anlasser und gleichzeitiger Strommessung. Werkstätten haben oft nur wenig Probleme damit, den Anlasser orgeln zu lassen. Warum? Weil er dabei nur leidet, aber eben nicht direkt kaputtgeht. Spätfolgen sind selten genauer erfassbar und für Werkstätten schon gar nicht relevant.

Kommen wir zur zweiten Anschaffung, der eines Ladegeräts. Da kommen Sie deutlich günstiger weg, auch weil Sie hier kein Profigerät und keine hohe Amperezahl brauchen. Es ist schnell getestet und wenn es nicht funktioniert einfach zurückzugeben. Das hat dann schon dadurch einen Mehrwert, weil es vielleicht öfter als alle acht Jahre gebraucht wird. Z.B. wenn Sie im Winter, was man ohnehin vermeiden soll, zu viel Kurzstrecke gefahren sind.

Allerdings hilft es ja nicht, eine kaputte Batterie immer wieder aufzuladen, so dass der Wagen zwar anspringt, aber nach der nächsten Standzeit nicht mehr. Es gibt übrigens Geräte, die so 'schlau' sind, dass sie unterhalb einer gewissen Spannung gar nicht mehr versuchen, zu laden. Die kann man allerdings überlisten, indem man eine Spannungsquelle von sagen wir 9 Volt parallelschaltet. Gut 12 Volt geht, weil das Gerät dann eine volle Batterie meldet.

Sie mögen erkennen, ohne ein (vernünftiges) Multimeter geht es nicht. Ist ohnehin sinnvoll, weil an allen möglichen Stellen im Auto zu brauchen. Aber beachten Sie, falls Sie nicht besonders technikaffin sind, legen Sie ab jetzt drauf. Allerdings hätte sich die mögliche Nutzungsdauer drastisch erhöht. Die Betonung liegt auf 'mögliche', denn wenn es nur in der Schublade liegt, sinkt die Nutzungsdauer ebenso drastisch.

So, jetzt wird es richtig spannend. Woran erkennt man eine defekte Batterie, wenn man über ein Ladegerät und ein Multimeter verfügt? Natürlich muss man erst einmal vernünftige Bedingungen für das Testen schaffen. Also zunächst aufladen, bis es nicht mehr geht. Dann am besten warten, der Batterie 1 bis 3 Stunden Zeit geben, ihre Chemie zu beruhigen. Jetzt ist sie bereit für den Einsatz des Multimeters.

Spannungsmessung ist angesagt. Das Ausschlusskriterium ist fast schon, wenn Sie nur knapp über 12V oder weniger messen, denn sagen wir 12,4 sollten es schon sein. Aber vielleicht gönnen wir ihr noch den bevorstehenden Sommer. Denn eigentlich ist es noch wichtiger, wie schnell sie ihre Kapazität verliert. Schwer, hier Werte anzugeben, aber die nächsten Tage sollte sie diesen Wert schon halten. Unter 12V kann selbst das Starten im Sommer schwierig werden.

Sie merken schon, mit Ladegerät und Multimeter wird die Sache aufwendiger, aber der Anwendungsbereich deutlich größer. Sie können immerhin Ihre Grenzen enger ziehen und mit Blick auf die Nutzungsdauer sagen 'Weg damit', denn lange halten wird eine Batterie ohnehin nicht, die nur noch knapp 12V bringt. Das wäre die Großzügigkeit, die mitunter manchem/r Hobbybastler/in mitunter fehlt.

Aber kann? Zum Austausch gehört erst einmal der Blick in die Bedienungsanleitung, ohnehin eine viel zu selten gepflegte Übung. Welche Maßnahmen sind nach dem Wiederanklemmen nötig? Habe ich z.B. den dafür nötigen Radio-Code. Nur wenn das restlos geklärt ist, kann man erst nach der Art der Befestigung Ausschau halten, bzw. die Möglichkeit zur deren Lösung. Auch hier muss mit der neuen Batterie alles klappen, z.B. eine Klemmleiste an deren Boden vorhanden sein.

Wissen Sie was, Sie nehmen die Batterie einfach zum Kauf der neuen mit. Ob es noch so ist, wenn Sie dieses Kapitel lesen, aber zwischenzeitlich gab es sogar noch einen nicht unbeträchtlichen Bonus für die alte Batterie. Wir haben es sogar einmal geschafft, mit der alten Batterie vorzufahren, diese auszubauen und nachher die neue so zu platzieren, dass keine weiteren Arbeiten mehr nötig waren. Es wäre dann auch noch ein Zeitgewinn gegenüber der Werkstatt.








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