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Das Leben ist schön.



kfz-tech.de/YKfz7

Gemeint ist mit dem Thema natürlich nicht die allgemeine Weltlage, sondern wir sind ja auf Autos spezialisiert. Ja, es ist en vogue, die Hersteller auf den Kopf zu hauen, sie wieder und wieder ihrer angeblichen Schläfrigkeit angesichts des automobilen Fortschritts zu zeihen.

Wir mögen uns daran auf jeden Fall nicht unbegrenzt beteiligen und sind die manchmal sogar fröhlichen Gesichter angesichts der düsteren Texte sogar leid. Das scheint jemand Freude am Untergang zu haben. Wo soll das hinführen?

Zur Sache: Die Herstellung von Automobilen hat enorme Fortschritte gemacht. Überlegen Sie nur, da ist ein Lkw in großen Teilen neu konzipiert und gebaut worden. Sicherlich hat man ihn ausgiebig getestet. Er kommt auf die Straße und wird gleich im ununterbrochenen Fernverkehr eingesetzt.

Keine Gnade mit den Entwicklern/innen, keine mit dem Material. Und dann heißt es, im Gegensatz zum Verbrenner kann man beim E-Lkw auch nach Start aus größter Kälte voll drauftreten. Ist das so bei Teilen, die ihre Geschmeidigkeit dabei sind zu finden?

In den Urzeiten des Automobils wurden zusammen mit dem Ölwechsel noch Spülungen für nötig befunden. Was für eine gigantische Verschwendung. Zahnriemen haben zunächst mit Mühe und Not die 60.000 km erreicht. Bei unserem Golf Diesel waren es dann schon über 200.000 km.

Was haben wir nicht unter der braunen Pest gelitten. Mein erster Neuwagen fing schon bei knapp zwei Jahren damit an. Acht oder mehr Jahre gegen Durchrostungen schienen lange Zeit unerreichbar. Von Rost redet heute kein Mensch mehr, jedenfalls von Ausnahmen abgesehen.

Schauen Sie sich die Unfallstatistiken der 70er Jahre an. Die Zahl der Toten bei Unfällen nähert sich einem Zehntel des damaligen Werts. Und das natürlich bei unglaublich gestiegenem Verkehrsaufkommen. Mit 65 km/h gegen eine gepufferte Fläche, ungebremst und nur halb überdeckend.

Was wurden die OEMs wegen schädlicher Abgase gescholten. Damit haben Lambdaregelung, Partikelfilter und weitere Nachbehandlung gründlich aufgeräumt. Inzwischen beschäftigt man sich mit dem Staub der Bremsbeläge, mit dem Verschwinden der Verbrenner sich fast von selbst erledigend.

Erinnern Sie sich noch an die Gedenkminute beim Start von Dieselmotoren. Ein E-Auto fährt los, da haben Sie die Türe gerade geschlossen. Wissen Sie noch wie herausragend ein Mercedes früher gefedert war. Das schafft heute beinahe jedes Auto, manches mit Luftfederung und andere sogar ohne.

Haben Sie einmal beobachtet, wie viele auch ältere Baujahre in Deutschland noch überraschend gut aussehen? Man kann es sich offenbar leisten, ein Auto nach entsprechenden Vorfällen reparieren zu lassen. Das war nicht zu allen Zeiten hierzulande so.

Wenn man sich die Raten des Privat-Leasings anschaut, wie soll man kaum glauben, dass im Durchschnitt alle Pkw in Deutschland 10,6 Jahre (ChatGPT) alt werden? Und dann haben sie noch ein zweites bzw. drittes Leben irgendwo im Osten oder Süden.

Ja, unsere Autos haben gewaltige Fortschritte gemacht und diese in die Ära der Elektromobilität hinübergerettet. Es fehlt eigentlich nur, dass wir z.T. noch etwas vernünftiger damit umgehen und deren Fortschritt mehr wertschätzen, wie überhaupt, was die Industrie so leistet.







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