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 Vernetzung 3




Wir haben es schon wiederholt festgestellt, ohne eine übergeordnete Stelle geht es nicht. Irgendwer muss zumindest von Autofahrern/innen direkt gegebene Informationen aufnehmen. Hier lassen wir das Thema beiseite, vergleichen es weder mit der 110 (Polizei) noch der 112 (Feuerwehr), sondern nennen es neutral und ohne besondere Sachkenntnis ein Callcenter z.B. des Mobilfunkanbieters. Wie das allerdings über sein System von Schwierigkeiten desselben erfahren soll, lassen wir ebenfalls links liegen.

Natürlich will man so weit wie möglich meist teure menschliche Dienstleistungen einsparen. Ob sich das aber bei einem ganz gewöhnlichen Callcenter automatisieren lässt, oder von Menschen besetzt bleibt und dabei mit mehr hoheitlichen Aufgaben verknüpft wird, lassen wir an dieser Stelle offen. Immerhin muss sich die 112 ja auch mit mehr Bagatell- als echten Notfällen herumschlagen.

Natürlich wird der Hersteller auf die Verbindung zu seinem/r Kunden/in auf keinen Fall verzichten wollen. Deshalb ist zumindest hier ein wichtiger Bestandteil der Vernetzung die Cloud. Vorteil einer Cloud ist, dass man im Prinzip keine Daten mit sich führen muss, außer vielleicht die des Zugangs. Und der kann natürlich bei Bedarf auch noch gestaffelt werden. Die Cloud macht die komplette IT, die auf sie zugreift zu Endgeräten. Diese kann man fast ohne Zeitverlust wechseln, natürlich ebenso wie die Standorte.

Egal ob der/die Kunde/in den Händler wechselt oder gar keinen mehr wahrnimmt, über einmal eingerichtete Zugänge zu seiner/ihrer Cloud bleibt der Kontakt erhalten. Sicherlich muss mehr und mehr offengelegt werden, aber zumindest mit Erlaubnis des/der Kunden/in hat der Hersteller das Fahrzeug im Griff. Besonderheit am Rande: Ein Zugriff wird über eine einfache Befragung am Anfang der Liaison erteilt. Um diese aber zu beenden, ist bisweilen sogar das Absenden einer E-Mail nötig, Hürden, die den Wunsch nach Abkoppelung bisweilen vergessen lassen.

Abschweifungen sind das Salz in der Suppe eines Buches. Hier eine, die eigentlich ins Kapitel 'E-Auto' gehört. Es gibt einen wirklich guten Grund für Vernetzung am Automobil, der weder etwas mit Infotainment, noch mit Sicherheit zu tun hat. Stellen Sie sich nur vor, man hat sein E-Auto an einen Supercharger angeschlossen und natürlich keine Lust, dort eine halbe Stunde oder länger auszuharren. Man geht also Kaffee trinken.

Jetzt wäre es aber eine normales Benehmen, diesen Platz am Supercharger für wartende Fahrzeuge zu räumen, wenn der mit Laden fertig ist. Hier könnte eine Nachricht via Smartphone sehr hilfreich sein. Und perfekt wäre die Situation, wenn auch der/die Fahrer/in des wartenden Autos eine solche erhielte. Beide kurz raus, die Autos getauscht und dann geht jede(r) seines/ihres Weges. Ende der Abschweifung.

Die Cloud soll hier wegen der Bündelung von Nachrichten erwähnt werden. Im Grunde könnten die Fahrzeuge die auch nur untereinander austauschen, aber so kann die Menge von Daten und damit die Zahl der Teilnehmer erhöht werden. Es wird also auch das gespeichert, was einzelne Teilnehmer nicht interessiert. Allzu bekannt ist das Beispiel mit dem Wetter, wichtig für den, der dorthin fährt, woher der andere kommt.

Neben Wetter- und Streckeninformation geht es aber auch noch eine Runde spannender. Wieder Selbstfahrer/innen ausgeschlossen, könnten zwei Kolonnen so auf eine Kreuzung zurollen, dass immer einer von der einen und dann einer von der anderen Seite freie Durchfahrt hat. Synchronisieren, z.B. auch bei der Auffahrt auf die Autobahn. Sie haben mit einem Personenzug bestimmt auch schon einmal einen Güterzug auf dem Gleis daneben überholt.

Im Anfang werden aus der Cloud mit Sicherheit auch noch frische Updates auf die Probanden niedergehen, um all die Nickeligkeiten zu beseitigen, die der Hersteller vergessen hat zu beseitigen. Im Falle von Unfällen sind Protokolle wichtig, damit zwischen zwei Herstellern ein Schuldiger ermittelt werden kann. Aber auf die Insassen als potentielle Gefährder müssen beobachtet werden.

Besonders schwierig wird die Beurteilung eines Unfalls, der nach der Übergabe des Fahrkommandos an eine übergeordnete Stelle und/oder unter Beteiligung eines der Passagiere passiert ist. Deshalb muss eine solche Übergabe fast wie ein Rechtsakt im Sinne einer Schlüsselübergabe gehandhabt, eigentlich schon mit der Programmierung eines solchen Fahrzeugs vorbereitet werden.

Das wird noch spannend, wenn so ein Auto aus einem Knäuel von Unpässlichkeiten befreit werden muss und das von einem/r Operator/in von Ferne. Jetzt ist zwar kein Bildschirm nötig, jedenfalls nicht im betroffenen Auto, aber doch eine Menge Sensorik. Das können auch Menschen sein, die hoffentlich die richtige Information in verständlicher Art und Weise weitergeben.

Vielleicht ist die Situation mit der des/der Steuermanns/frau eines großen Kreuzfahrtschiffs vergleichbar, das im Hafen wenden muss. 'Teleoperiertes Fahren' wird das auch genannt, vermutlich ein über einen Führerschein hinausgehender Anlernberuf. Und bei der Aktion muss die Software auch regelmäßig die Funkverbindung prüfen und notfalls abschalten können.

Die Situation mit der Fahrzeugführung von außen lässt sich noch beliebig komplizieren. Will z.B. einer der Passagiere diese Hilfstour nicht mitmachen, fühlt sich z.B. unsicher, dann müsste er/sie das eigentlich jederzeit können. Da gibt es aber Situationen, wo das nur sehr unsicher geschehen kann, z.B. auf dem Standstreifen der Autobahn nach links. Wer kann das erlauben oder ggf. untersagen bzw. nicht ausführen?

Das Schlimmste am autonomen Fahren ist, alles Verhalten ist bereits in der Software festgelegt. Es ist also alles vorsätzlich, was geschieht, immer mit der jeweils höheren Strafandrohung. Rückwirkend hat so etwas auf die Programmierung durch einen Hersteller u.U. dramatische Folgen, vor allem, weil es ja später millionenfach auffindbar ist. Er riskiert vermutlich weniger als wenig.







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