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 Geschichte 4




Wo man 2017 bei der Entwicklung des autonom fahrenden Autos steht, kann man ziemlich gut an einer der Speerspitzen sehen, dem Renault Symbioz. Er ist so lang wie eine Mercedes E-Klasse, hat aber innen durch die Verschiebung des Fahrgastraums nach vorn deutlich mehr Platz.

Er beruht auf einer mit Nissan und Mitsubishi gemeinsamen Plattform. Ob sich unter den 72 kWh-Batterien eine Bodenschale aus Carbon befindet, da setzen wir ein Fragezeichen. Immerhin können diese angeblich in 20 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität sogar induktiv aufgeladen werden, Verluste hier einmal ausgeklammert.

Hat angeblich mehrere Millionen Euro gekostet.

Mit der Ladung hat auch der Name zu tun, der auf eine Symbiose mit einer Art Pavillion mitten im Grünen hindeutet. Über eine Art Gartenweg fährt das Auto in dem ersten Teil auf eine Drehbühne, die gleichzeitig ein Heben auf den zweiten Stock ermöglicht, von wo es auf eine Art Dachterrasse über einem weiteren Teil des Pavillions ausrollen kann.

Der Wagen soll die Versorgung mit Strom mit der des Hauses intelligent teilen. Bei einer Ausfahrt steht der Wagen ohne Rangieren mit der Front zur Türe. Verschiedene Videos zeigen die Besetzung des Wagens bei einer zunächst konventionell beginnenden Ausfahrt. Der eingeladene Journalist am Steuer, daneben ein Ingenieur, der das Fahrzeug ständig überwacht, hinten links noch ein Kundiger, der sagt, was zu tun ist und hinten links schließlich der Kameramann.

Bei Regen auf die Autobahn, schon eine Herausforderung. Von Sensorik ist außen kaum etwas wahrzunehmen außer Kameras statt Außenspiegeln und einer bis in die Heckscheibe verlängerten Dachantenne. Angegeben wird der Wagen mit dem Level 4, was angesichts der Begleitpersonen doch ein wenig übertrieben scheint.

Aber, der Wagen macht seine Sache trotz des Wetters bei der schon bald eingeschalteten autonomen Fahrt gut. Dass der Beifahrer dann doch die Scheibenwischer einschaltet, weist auf seine verantwortungsvolle Aufgabe hin. Dem Fahrer selbst wird von hinten eine Brille für Augmented Reality gereicht, Hier kommt er der Erkenntnissammlung des Computers ein wenig mehr auf die Spur.

Angeblich gibt der Wagen dem Fahrer sogar die Zeit vor, wie lange er jetzt von seinen Pflichten entbunden ist. Vermutlich ist dazu allerdings die Programmierung eines Zielorts nötig. Schade eigentlich, denn das Auto könnte mit seinen 500 kW (680 PS) eine Menge Fahrspaß bieten. Den vermittelt auch die Ausstattung mit einem wunderschön durchgehenden Display halbrund um das Lenkrad und der Sound- Anlage von Devialet.



Allerdings unterscheidet sich offensichtlich die getestete von der auf Messen gezeigten Version, denn im autonomen Modus verschwindet das Lenkrad nicht unter dem Armaturenbrett. Auch der komplette Innenraum mit den Sitzen entspricht nicht der mit Marmortisch und drehbaren Sesseln ausgestatteten Messe-Version.

Übrigens ist das gesamte Stück Autobahn speziell für autonome Fahrzeuge eingerichtet. Es gibt also Kommunikation über die Antennen hier zu denen des Versuchsfahrzeugs. Interessant ist die vom Kameramann geäußerte Beobachtung, die Steuerung des Fahrzeugs würde erheblich schneller reagieren als es der Fahrer normalerweise selbst tun würde. Man einigt sich auf Faktor 5.

Das wird vollends deutlich, als es um die Einfahrt in eine Mautstation geht. Zunächst fällt die hektische Lenkradbewegung auf. Da die Kamera gleichzeitig den Joystick des Beifahrers im Blick hat, wird deutlich, dass dieser damit nichts zu tun hat. Vor der Schranke kurz gewartet und das Auto zieht danach mit seiner enormen Motorleistung auf die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit.







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