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Ein weiters Maß des Fahrwerks ist der Radstand. Im Gegensatz zum Auto ist dies ein sehr dynamisches Maß, durch Konstruktion der vorderen und hinteren Radaufhängung stark abhängig z.B. vom Gewicht. Auch hier ein Unterschied zum Pkw, wo die Nutzlast allerhöchstens und eigentlich nur im Ausnahmefall die Hälfte des Leergewichts ausmacht. Der Motorradkonstrukteur muss aber nicht nur eine vergleichsweise hohe Zuladung einkalkulieren, sondern auch auf deren etwaige Verlagerung bei Brems-/Beschleunigungsvorgängen.

Man spricht hier von der Verteilung der Radlast. So mag der Schwerpunkt bei einem gewöhnlichen Motorrad knapp hinter der Mitte zwischen beiden Rädern liegen, beim Bremsen wandert er in jedem Fall deutlich nach vorn. Da mag sogar noch der Füllunggrad des Tanks eine kleine Rolle spielen, obwohl der dem Schwerpunkt relativ nahe ist. Auf jeden Fall aber ist es wichtig, wie weich die Federung vorn ausgelegt ist. Tiefes Eintauchen ist also nicht nur ein Komfort-, sondern auch ein Sicherheitsproblem.

Eigentlich kommt die Lenkung sowohl mit zu viel als auch mit zu wenig Radlast nicht gut zurecht. Erstere bedeutet, dass sie schwergängig wird und das Motorrad unhandlich, letzteres bewirkt deren völlige Gefühllosigkeit. Hier sind härter gefederte Rennmaschinen eher im Vorteil z.B. gegenüber Crossmaschinen mit überlangen Federwegen. Auch sitzt auf einer Rennmaschine immer nur ein Mensch, anders als bei Freizeitmaschinen.

Traumhaft ist das Verhältnis von mit Motorradkleidung knapp 80 kg schwerem Fahrer auf einem Superbike von etwas über 200 kg. Sie können das leicht beobachten, wenn Sie sich einen Motorrad-GP anschauen. Hier richten sich die Fahrer nicht nur beim Bremsen auf, sondern führen hauptsächlich in Kurven fast akrobatische Kunststücke vor. Man kann sich leicht vorstellen, dass es im Renn- und Motorcross- Bereich exakt auf die jeweiligen Fahrer(innen) zugeschnittene Maschinen gibt und diese, wie z.B. bei Auto-Langstreckenrennen, nicht so leicht austauschbar sind. Aber was halten Sie von einem 60 bis 80 kg schweren Kleinkraftrad, das mit zwei Personen besetzt ist?

Wie wir schon festgestellt haben, hilft Geschwindigkeit bei der Gewinnung von Stabilität. Motorradfahrer beschreiben besonders schnelles Fahren als im Grunde einfach, weil ein (theoretischer) Verriss der Lenkung im Grunde unmöglich scheint. Allerdings wird die (hoffentlich leere) Autobahn zum Tunnel, verengt mit nur noch der Möglichkeit, die Geschwindigkeit reduzieren zu können, abgesehen von den Kräften, die je nach Güte der Verkleidung an einem zerren. 06/12

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