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Taxi 4



Wer wird Taxifahrer(in)? Ein Traumberuf junger Leute ist es sicher nicht. Eher ein Verlegenheitsberuf, in dem man hängen bleibt. Ganz früher reicht der Führerschein, dann ist die Ortskundeprüfung Pflicht. Das entsprechende Auto fährt Tag und Nacht durch, wenn es nicht gerade durch Unfall bzw. Reparaturen gehandikapt wird, natürlich mit wechselndem Personal.

Es gibt im Schichtdienst alle möglichen Kombinationen: Nur Tag- oder Nachtfahrer/innen, evtl. kombiniert mit Sonn- und Feiertagsfahrer/innen. Man kann am Umsatz beteiligt sein oder pauschal vergütet werden, ob man steht oder fährt. Knifflig ist, wer Fahrten erhält, die weit über die Stadtgrenzen hinausgehen. Verfügt eine Firma bei ihren Beschäftigten über beide Arten der Entlohnung, gibt sie diese Fahrten den pauschal Entlohnten.

Der Name 'Ortskundeprüfung' sagt wenig über die Voraussetzungen aus. Es wird nämlich nicht nur das Vorstrafenregister (Flensburg) geprüft, sondern auch gesundheitlich muss man fit für das Führen eines Kraftfahrzeugs sein. Nachweisen muss man nicht nur die Kenntnis der Straßennamen, sondern auch des Wegenetzes bzw. der Sehenswürdigkeiten.

Für Taxi-Betriebe ist eine gewisse Größe von Vorteil. Gibt es z.B. eine Funkzentrale, teilen sich deren Kosten stärker auf. Das gleiche gilt für die Verwaltung, von einer eigenen Service-Station für die Wagen ganz zu schweigen. Das kann bei etwa 100.000 km im Jahr schon Sinn machen. Übrigens können kleinere oder Ein-Personen-Firmen auch über Handy geführt werden, auf dem die Anrufe gespeichert werden.

Es braucht eine gewisse Erfahrung, abzuschätzen, wann wie viele Taxen für die jeweilige Firma noch einen Gewinn erzielen. Da kann man eventuell in nicht besonders großen Städten den Betrieb von 22.00 oder 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr komplett einstellen, natürlich nur wochentags, nicht zwischen Freitag und Sonntag. Auch werden nachts eher weniger Fahrten per Telefon geordert.

Noch schwieriger ist es, lukrative Standorte für die verschiedenen Fahrzeuge zu finden. Dazu wissen Taxi-Unternehmen fast immer, wo etwas los ist und wann möglichst voll besetzte Züge ankommen. Auch ist die Frage zu klären, welches Fahrzeug für einen telefonisch erteilten Auftrag abzuziehen ist, z.B. eins, das ziemlich weit hinten an einem bekannten Platz steht. Natürlich erleichtert neuste Telematik solche Entscheidungen enorm, ähnlich wie bei Disponenten einer Spedition.

Es gibt auch beim Taxi so etwas wie Stammkunden. Leute, die immer dieselben Wege haben, z.B. zum Arzt oder Einkaufen. Kein Wunder, dass dabei ältere Menschen in der Mehrzahl sind. Daraus ergibt sich eine wesentliche Eigenschaft von Taxifahrern/innen, sie müssen halbe Psychologen sein. Zuhören und möglichst wenig Urteile parat haben soll sich angeblich auf das Trinkgeld-Konto positiv auswirken. 09/13








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